Rätselraten: Unbekanntes Schönherr-Portrait entdeckt

Fundstück Verein nimmt bisher unbekanntes Gemälde entgegen

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Steffen Jacob von Punkt 191 übergibt das Portrait von Louis Ferdinand Schönherr an Birgit Eckert vom Verein Schönherr 200.. Foto: Toni Söll

Sie suchten Informationen und fanden ein Gemälde: Die Chemnitzer Werbeagentur Punkt 191 ist bei Recherchen für ein neues Buch auf ein unbekanntes Portrait von Louis Ferdinand Schönherr gestoßen. Es wurde 1910 vom Münchner Neoimpressionisten Hugo Schimmel gemalt.

"Bei Recherchen im Internet nach Material zur Ergänzung unseres Buches zum Industriestandort Schönherrfabrik taucht an mehreren Stellen der Name Hugo Schimmel auf", erklärt Steffen Jacob von Punkt 191. "Die weitere Suche ließ uns das Portrait des greisen Patriarchen Louis Ferdinand Schönherr entdecken, in Öl gemalt von Hugo Schimmel. Es stand zum Verkauf aus der Hand eines privaten Sammlers."

Die Agentur zögerte nicht lang

Die Entscheidung, das Portrait durch die Agentur zu erwerben und damit dem Namensgeber des Areals einen würdigen Platz in seiner Fabrik zu geben, erfolgte relativ schnell. "Wir freuen uns, das Portrait im Jubiläumsjahr des 200. Geburtstages von Louis Ferdinand Schönherr an Birgit Eckert als Vorsitzende des Vereins Schönherr 200 übergeben zu können und damit ein Werk der Industrie- und Kulturgeschichte hier in Chemnitz der Öffentlichkeit zugänglich zu machen."

Der Fund des Bildes birgt einige Geheimnisse: So sei der Auftraggeber unbekannt. Das Bild datiert ein Jahr vor dem Tod von Louis Ferdinand Schönherr. Auch warum es gemalt wurde und warum das Ölgemälde auf der Rahmenrückseite die Nummer 156 trägt, bleibt ein Rätsel. Herauszufinden, ob sich das Portrait im Besitz der Familie Schönherr befand oder aus dem Nachlass von Hugo Schimmel stammt, könne ebenfalls eine zukünftige Aufgabe des Vereins Schönherr 200 sein.