Rattenköder in Chemnitz? Was hinter den grünen Boxen in der City steckt

Grüne Köderboxen vor Schaufenstern sorgen für Fragen in der Chemnitzer Innenstadt. Was steckt dahinter – und besteht wirklich Grund zur Sorge?

Chemnitz

Passanten haben in der Chemnitzer Innenstadt in den vergangenen Tagen mehrere grüne Boxen vor verschiedenen Schaufenstern am Johannisplatz entdeckt. Dabei handelt es sich um professionelle Rattenköderboxen zur Schädlingsbekämpfung.

Professionelle Schädlingsbekämpfung

Solche Köderstationen werden häufig entlang von Gebäuden aufgestellt, da Ratten und Mäuse bevorzugt an Hauswänden entlanglaufen. Die Boxen sind verschlossen und mit Warnhinweisen versehen, sodass von ihnen bei unbeschädigtem Zustand keine Gefahr für Passanten, Kinder oder Haustiere ausgeht. Sie sind zudem fest gesichert, damit Unbefugte nicht mit dem Gift in Berührung kommen.

Prävention oder Maßnahme?

Experten weisen darauf hin, dass das Auftreten solcher Fallen nicht automatisch auf hygienische Mängel eines Geschäfts hindeutet. Gerade in Innenstädten mit viel Publikumsverkehr und Gastronomie gehören Ratten zu einem bekannten Problem, dem Eigentümer vorbeugend begegnen müssen.

Sollten Köderboxen beschädigt oder offen sein, wird empfohlen, das Ordnungsamt oder den zuständigen Schädlingsbekämpfer zu informieren.

Verunsicherung in der Innenstadt

Dass die Köderboxen ausgerechnet jetzt auftauchen, sorgt bei einigen Passanten dennoch für Irritation. Jahrelang seien in der Innenstadt keine entsprechenden Maßnahmen sichtbar gewesen.

Der zeitliche Zusammenhang mit einer zuvor über ein Jahr leerstehenden Ladenfläche und der jüngsten Wiederbelebung durch ein Restaurant wirft die Frage auf, ob es einen Zusammenhang gibt und sich die Situation vor Ort verändert hat.

Gebäudeinhaber bringt Licht ins Dunkel

Der Gebäudeinhaber gibt Entwarnung: „Es handelt sich bei den Fallen um eine Präventivmaßnahme. Wir haben ein Monitoring um das ganze Gebäude gestartet. Die Fallen werden jetzt drei Monate da stehen“, so Mischa Kral, ein Sprecher der Firmengruppe Kellnberger.

Der Hausmeister hätte im Zuge der Baumaßnahmen einmal eine Ratte im Hinterhof gesehen und man wolle nun auf Nummer sicher gehen. „Es gibt keinen Rattenbefall im Stadtzentrum und keinen Grund zur Sorge“, beteuert Kral.

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