Regenüberlaufbecken wird nicht gebaut

Entwässerung Entsorgungsbetrieb gibt Entwarnung für Brückenstraße

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Foto: bl/Beate Kuretzky

Was noch vor drei Jahren für reichlich Diskussionsstoff sorgte, wird nun ad acta gelegt. Die Rede ist vom sogenannten Regenüberlaufbecken, das am sogenannten "Stumpf" der Brückenstraße als Entlastungsbauwerk für das Schmutz- und Niederschlagswasser von rund 80.000 Einwohnern fungieren sollte. Ursprünglich war der Baustart für Ende 2016 geplant, die Fertigstellung für 2018.

Ende vergangener Woche informierte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig: "Gute Nachrichten für die Anwohner und auch für all jene, die in die Innenstadt wollen: Das Regenüberlaufbecken muss nicht gebaut werden." Grund: Der Entsorgungsbetrieb der Stadt Chemnitz (ESC) habe im Planungsprozess den regelmäßig zu erstellenden Generalentwässerungsplan unter Anwendung eines alternativen Verfahrens vorzeitig überarbeiten lassen.

Nur ein Kläranlagen-Becken müsste erweitert werden

Demnach sei das Entwässerungssystem weitestgehend auf dem Stand der Technik. Neben einigen Regenüberläufen müsse lediglich in der Zentralen Kläranlage Heinersdorf ein Becken erweitert werden. Rückblick: 2015 hatte der Stadtrat die Standortentscheidung zum Regenüberlaufbecken in der Brückenstraße getroffen und folgte damit einer Empfehlung der Stadtverwaltung. Grundlage dafür waren EU-Normen, deren Nichteinhaltung empfindliche finanzielle Strafen nach sich ziehen können.

Seit dem Stadtratsbeschluss hatte sich die Dimension des Vorhabens grundlegend verändert. So stiegen die voraussichtlichen Kosten von 16,5 auf zuletzt 42 Millionen Euro, bei einer Bauzeit von mindestens sechs Jahren. Aufgrund dieser Entwicklungen veranlasste Barbara Ludwig im Sommer 2016 einen Planungsstopp.