• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Corona-News
Westsachsen

Region wird für Pendler attraktiver

Statistik Zahlen sind seit 2008 um insgesamt 43 Prozent gestiegen

Immer mehr Menschen kommen zum Arbeiten in die Chemnitzer Region. Wie die Industrie- und Handelskammer mitteilt, ist die Zahl der Einpendler in Chemnitz, dem Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, im Vogtlandkreis und im Kreis Zwickau seit 2008 um insgesamt 43 Prozent gewachsen.

Immer weniger Auspendler in Chemnitz

Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Beschäftigten in diesen Regionen um 6 Prozent. Während der Freistaat insgesamt mehr Auspendler verzeichnet, sinken die Auspendlerzahlen in der Region Chemnitz dagegen langsam aber kontinuierlich. Im Ergebnis halbierte sich per Mitte 2017 im Kammerbezirk Chemnitz der Auspendlerüberschuss innerhalb der letzten zehn Jahre auf rund 17.000 Personen.

Während die umliegenden Regionen nach wie vor ein negatives Pendlersaldo verzeichnen, ist das Pendlersaldo in der Stadt Chemnitz positiv: Rund 52.200 Einpendlern stehen 27.600 Auspendlern gegenüber. Zum Vergleich: Rund 18.000 Arbeitnehmer pendeln in den Erzgebirgskreis, fast 37.000 sind außerhalb dieses Kreises beschäftigt.

"Angesichts des Bevölkerungsrückgangs in Verbindung mit zunehmenden Fachkräfteengpässen gehen wir davon aus, dass die gesamte Region in wenigen Jahren mehr Ein- als Auspendler verzeichnet", so Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz.

Die nach wie vor hohe Zahl an Pendlern, die außerhalb einer Beschäftigung nachgehen, stelle ein enormes Fachkräftepotenzial für die Region dar, so Wunderlich weiter. Allein bei der Bundesagentur für Arbeit sind in der Region momentan knapp 16.000 freie Stellen gemeldet. Die reale Arbeitskräftenachfrage ist etwa doppelt so hoch, da nur rund jede zweite Stelle bei der Arbeitsagentur gemeldet wird.



Prospekte