Reisen ins Innere der Bücher

Theater Im Schauspielhaus hat "Tintenherz" Premiere, in der Oper startet "Madame Butterfly"

Zwei Premieren erwarten am Wochenende die Besucher der Chemnitzer Theater. Am Freitag, 18 Uhr bringt das Schauspielhaus ein Bühnenstück nach Cornelia Funkes Bestsellerroman "Tintenherz" auf die Bühne. Die fantasievolle Geschichte erzählt von Mo und seiner Tochter Meggie, deren Leben zum Abenteuer wird, als ein altes Buch - das letzte Exemplar von "Tintenherz" - ins Interesse des egoistischen Capricorn gerät. Eine fantastische Erzählung entspinnt sich daraufhin um die Macht der Worte und um Geschichten, die plötzlich lebendig werden. In Chemnitz inszeniert Matthias Huber das Familienabenteuer mit Michael Pempelforth als Mo, Runa Schaefer als Meggie und Wenzel Banneyer in der Rolle des Staubfinger. Die musikalische Untermalung kommt vom Chemnitzer René Szymanski, der schon "Die Tragödie des Macbeth" und "Peer Gynt" atmosphärisch begleitete. Weniger abenteuerlich, aber mindestens genauso bewegend geht es in der Opernfassung einer oft adaptierten Erzählung der Jahrhundertwende zu. Im Opernhaus feiert am Samstag um 19.30 Uhr Giacomo Puccinis tragische Oper "Madame Butterfly" Premiere. Madame Butterfly, so nennt man das japanische Mädchen Cio-Cio-San, das mit dem Marineoffizier Pinkerton eine Zeitehe nach japanischem Recht eingeht. Diese nutzt der Offizier zu seinem Vorteil aus, lässt sein Frau aber bald zurück und gibt sie damit ihrem Unglück preis. In der Inszenierung von Anja Krietsch singen unter anderem Kyunghae Kang als Cio-Cio-San - in Dresden lebende Koreanerin, die Intendant Bernhard Helmig in Malmö entdeckte -, Tiina Penttinen als ihre Dienerin Suzuki und Steffen Schantz als Pinkerton. Die musikalischer Leitung hat Lukas Beikircher übernommen.