Reitbahnstraße: Alle Händler sind noch da

Gewerbe Geschäfte haben immer noch mit den Folgen der Juni-Flut zu kämpfen

Mit einer Werbeaktion wollen die Händler auf der Reitbahnstraße in der kommenden Woche darauf hinweisen, dass sie trotz Umbaumaßnahmen weiter aktiv sind. Nach dem Hochwasser im Juni vergangenen Jahres, bei dem die Fluten bis zum Tietz vordrangen, sind bis heute noch nicht alle Schäden beseitigt. Einige Händler mussten deshalb Ausweichquartiere beziehen. So wie Ines Bauer, die an der Reitbahnstraße ein Nudelgeschäft betreibt: "Seit Februar bin ich vorübergehend im Tietz untergebracht", sagt sie. Vom Vermieter, der kommunalen Grundstücks- und Gebäudewirtschaftsgesellschaft GGG, sei ein Sanierungszeitraum für ihr Ladengeschäft von vier bis fünf Monaten genannt worden: "Einen genauen Termin für die Fertigstellung hat man mir aber noch nicht genannt." Neun Händler sind nach Auskunft von Julia Hell, von Stadt und EU finanzierte Quartiersmanagerin im Reitbahnviertel, derzeit betroffen. Zunächst habe sich die GGG schwergetan, auf die schwierige Situation der Händler zu reagieren, dann habe es jedoch fortlaufend Gespräche gegeben. "Wir haben in den vergangenen Jahren viel Aufwand betrieben, die Straße zu beleben und schöner zu machen. Das wurde durch die Flut etwas kaputt gemacht." Durch die Umbaumaßnahmen erlebe der Kunde die Einkaufsstraße weniger als Gemeinschaft: "Aber alle Händler sind noch da, manche nur vorübergehend an einem anderen Ort", so Hell.

Die GGG hat nach eigener Auskunft zusätzliches Personal bereitgestellt, das die Kommunikation Richtung Gewerbemieter steuert. Durch die allgemeine Baukonjunktur und das zusätzliche Hochwasser seien Handwerker derzeit sehr gut ausgelastet. "Fertigstellungstermine benennen wir unseren Mietern so zeitnah wie technisch möglich", sagt GGG-Sprecher Erik Escher. Die ersten Objekte seien bereits im Januar an die Gewerbemieter zurückgegeben worden, weitere sollen noch im März folgen. Und die GGG werde auch die Werbeaktion der Reitbahnstraßen-Händler unterstützen: "Sollte die Händlergemeinschaft für die Aktion eine finanzielle Unterstützung von 150 Euro benötigen, sichern wir ihr diese gern zu", erklärte Escher auf BLICK-Anfrage. Bislang hat die GGG über 1,6 Millionen Euro für die Schadensbeseitigung investiert.