Rekord-Event mit Schattenseiten

Resümee Stadtfest lockte viele Besucher und einige Krawallmacher

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Foto: Ralph Kunz

Die Mischung aus Schaustellermeile, Händlerständen, musikalischen Attraktionen und Sportmeile ging auf: Mit mehr als 260.000 feierlustigen Gästen verbuchte das 23. Chemnitzer Stadtfest am Wochenende einen neuen Besucherrekord.

Die neuen Angebote verbuchten vollen Erfolg

Neben den bewährten Aktionen zogen vor allem neue Angebote die Aufmerksamkeit auf sich - darunter das Familienprogramm im Stadthallenpark oder der Kinderproberaum des Chemnitzer Bandbüro.

Sören Uhle, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE), zeigte sich begeistert: "Insgesamt haben wir ein ausgelassenes und buntes Stadtfest 2017 erlebt, welches wieder mehr Menschen in die Innenstadt gezogen hat als im Vorjahr. Neben dem rekordverdächtigen Besucherzuspruch freuen wir uns über das positive Feedback der Partner - sei es im Bereich der Gastronomie, der Sponsoren, der Schausteller oder auch der Polizei und des Ordnungsdienstes - denn ohne diese Zusammenarbeit wäre eine Veranstaltung wie das Chemnitzer Stadtfest nicht möglich."

Die Schattenseite in Zahlen:

Der Dank an die rund 200 Chemnitzer Beamten kommt nicht von ungefähr, denn laut Polizeidirektion Chemnitz stehen den positiven Besucherzahlen unterm Strich 107 Platzverweise und 27 Straftaten gegenüber - darunter 14 Körperverletzungen und sieben Diebstähle. Achtmal wurden Personen in Unterbindungsgewahrsam genommen.

Zwei Anzeigen betrafen Bedrohungen, je einmal kam es zu sexueller Belästigung, Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Einsatzschwerpunkt war laut Polizei der Bereich Brückenstraße, wo es vor allem in den Abend- und Nachtstunden wiederholt zu tätlichen Auseinandersetzungen kam.

Nach ersten Zwischenfällen am Freitag musste der Veranstalter in der Nacht zum Sonntag sogar handeln, um der drohenden Eskalation entgegen zu wirken. So wurde 0.30 Uhr, eine halbe Stunde vor dem offiziellen Ende, die Musik abgedreht.