Richtfest für Laborneubau

Halbzeit Ein weiteres Gebäude für die Leichtbau-Forschung

Wegweisende Innovationen im Leichtbau haben sich die Forscher am Chemnitzer Bundesexzellenzcluster "MERGE" auf die Fahnen geschrieben. Damit die Wissenschaftler dafür künftig noch bessere Bedingungen vorfinden, erhalten sie derzeit ein neues hochmodernes Laborgebäude.

 

 

Bauarbeiten sollen bis September 2020 andauern

Gebaut wird ein Viergeschosser mit knapp 1.400 Quadratmetern Nutzfläche. Zum Richtfest am Montag erschienen neben Vertretern der am Bau beteiligten Unternehmen auch Sachsens Finanzminister Matthias Haß und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange: "Leichtbau ist eine Schlüsseltechnologie, die auch der Entwicklung der sächsischen Wirtschaft zugutekommt", sagte Matthias Haß. Effizienz durch Leichtbau besitze mit Blick auf den Klimaschutz eine hohe gesellschaftliche Bedeutung, ergänzte Eva-Maria Stange. "Die Region Chemnitz nimmt auf dem Gebiet des 'Textilen Leichtbaus' nicht zuletzt wegen der hohen Konzentration von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowohl im Bereich Textil als auch Leichtbau in der Welt eine Spitzenposition ein."

Im Bundesexzellenzcluster "MERGE - Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" der Chemnitzer Uni, einem bundesweit einzigartigen Projekt, arbeiten etwa 100 Wissenschaftler daran, heute noch getrennte Fertigungsprozesse bei der Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffgruppen wie Textilien, Kunststoffe und Metalle zusammenzuführen. Die aktuellen Bauarbeiten sollen im Sommer 2020 beendet sein. Die Kosten betragen rund 14,5 Millionen Euro.