„Riecht wie auf der Müllhalde“: Müllberg an Bushaltestelle auf Sonnenberg wird untersucht um Rückschlüsse auf Wiederholungstäter zu schließen

Direkt vor einem Discounter auf dem Sonnenberg türmen sich seit Tagen Müllsäcke – sogar Rollstuhlfahrer kommen nicht mehr durch - jetzt greift die Stadt Chemnitz ein

Chemnitz

Auf dem Chemnitzer Sonnenberg sorgt aktuell ein immer weiter wachsender Müllberg für Aufsehen. Direkt an der Bushaltestelle Fürstenstraße vorm Discounter Lidl, türmen sich die Müllsäcke mit diversen Hausmüll seit Tagen.

Müllsäcke versperren an einer Bushaltestelle den Weg

Aktuell beträgt das Ausmaß eine Länge von etwa 5 Metern über den Gehweg. Nicht nur der Geruch und dass die Bushaltestelle in Mitleidenschaft gezogen wird, sind ein Problem. Auch, dass beispielsweise auf Rollstuhl angewiesene Bürger und Bürgerinnen den Weg nicht mehr benutzen können, weil kein Durchkommen mehr ist.

Gestank und fehlender Durchgang sorgen für Ärger

In Sachsen ist die Entsorgung von Abfällen klar geregelt: Müll darf keinesfalls einfach irgendwo abgeladen werden. Grundlage dafür sind bundesweite Vorschriften wie das Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie ergänzende Landesgesetze und kommunale Satzungen. Abfälle müssen ordnungsgemäß über vorgesehene Systeme wie Mülltonnen, Wertstoffhöfe oder Sperrmüllabholungen entsorgt werden.

Müll einfach irgendwohin zu werfen ist verboten

Wer dagegen verstößt und Müll illegal in der Natur, auf öffentlichen Flächen oder fremden Grundstücken entsorgt, begeht mindestens eine Ordnungswidrigkeit – in schweren Fällen sogar eine Straftat. Je nach Art und Menge des Abfalls drohen Bußgelder von wenigen Euro bis hin zu mehreren tausend Euro.

Update 8. April: Stadt lässt Müll beräumen

Wie die Stadt Chemnitz am späten Dienstagnachmittag auf BLICK.de-Nachfrage mitteilte, sind die Müllablagerungen bekannt gewesen und sollten inzwischen vom ASR beräumt sein.

„Die Vielzahl der Ablagerungen im gleichen Gebiet (CVAG Haltestellen auf dem Sonnenberg) lassen auf die gleichen „Täter“ schließen. Deshalb werden die vielen illegal abgestellten Abfallsäcke nicht nur eingesammelt, sondern am Mittwoch beim ASR mit Mitarbeiter:innen des Umweltamtes und des ASR entsprechend auseinandergenommen und begutachtet. Werden dabei entsprechende belastbare Hinweise auf die Verursacher gefunden, werden natürlich ordnungsrechtliche Maßnahmen eingeleitet“, erklärt eine Sprecherin der Stadt.

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