Route zur Industriekultur

Pläne Infotafeln sollen 17 Objekte der Industriegeschichte verbinden

Gut 30.000 Besucher vermeldete die Chemnitzer Wirtschaftsförderung zu den sechsten Tagen der Industriekultur am vergangenen Wochenende.

Das Thema Industriekultur zieht, allein zur "Spätschicht" am Freitagabend kamen 3.000 Gäste an die 23 Standorte. Um kontinuierlich über das Thema zu informieren, soll jetzt in Chemnitz eine "Route der Industriekultur" entstehen. Dabei werden historisch bedeutsame Gebäude mittels Infotafeln vorgestellt - von der Fabrik bis zum Verwaltungsgebäude: 17 Objekte der Industriegeschichte sollen so am Schluss verbunden sein und von Interessierten per Fahrrad oder Segway angesteuert werden.

Die Erarbeitung der Route übernahm eine Arbeitsgruppe, zu der zum Beispiel Gymnasiasten und Teilnehmer des Seniorenkollegs gehörten. Die hier entstandenen Kurztexte werden auf Hinweistafeln an den Gebäuden gezeigt, ein QR-Code führt zu mehr Informationen im Netz. So wird die Route zu einem virtuell geführten Stadtrundgang. Die erste Tafel wurde am Samstag an der Jugendherberge am Getreidemarkt enthüllt - früher war das Haus Umspannwerk für die Chemnitzer Straßenbahnen. Weitere Tafeln sollen in diesem Jahr noch folgen, unter anderem an der Schönherr-Fabrik, am Industriemuseum und an der Polizeidirektion, die einst Verwaltungsgebäude der Hartmann-Werke war. Hinzu kommen Tafeln am Poelzig-Bau als ehemalige Textilfabrik Sigmund Goeritz AG und an der ehemaligen Aktenspinnerei an der Straße der Nationen.