RSV-Radsporttage locken über 2000 Zuschauer

Sport Chemnitzer Steherbahn wird von Radlern gelobt

Nach Start, Abbruch und Regenpause wurde das Rennen über 40 Kilometer gestartet. Die Lokalmatadoren Holger Ehnert (Schrittmacher/Nr. 4) und sein Fahrer Robert Retschke wurden mit einem knappen Meter Rückstand Zweiter hinter Gerd Gessler/Franz Schiewer. Foto: Knut Berger

Die Radsporttage des RSV Chemnitz haben am Wochenende rund 2300 Besucher angelockt. Zum Auftakt fand am Freitag das Innenstadtrennen "Rund um das Chemnitzer Rathaus" statt, das in Gedenken an einen vor Jahren bei einer Trainingsfahrt tödlich verunglückten Chemnitzer Radsportlers als Uwe-Stoltze-Gedächtnisrennen ausgetragen wurde.

"Dass wir vor so vielen Zuschauern fahren, ist eher selten. Das hat natürlich sehr viel Spaß gemacht, wenngleich man auf der anspruchsvollen Runde stets aufmerksam fahren musste", sagte Martin Bauer.

"Ein großartiges Erlebnis"

Der Pedaleur vom RSV Venusberg setzte sich im Rennen der Elite durch. Auf dem Podest ganz oben stand auch Dominik Röber, obwohl er als Vierter über die Zielinie vor dem Rathaus rollte. Denn er gewann die Wertung der Junioren, die gemeinsam mit den Männern auf den 800 Meter lagen Rundkurs geschickt wurden. "Es war einfach eine geile Atmosphäre und ein großartiges Erlebnis", sprudelte es aus dem 17-Jährigen heraus.

Der gebürtige Zwickauer lernt am Sportgymnasium in Chemnitz und trainiert am Landesstützpunkt Chemnitz bei Steffen Haslinger. Christian Kux, der seine sportliche Karriere einst beim RSV begann und nun auch wieder ausklingen lässt wurde beim Dernyrennen mit seinen Partnern Zweiter. Er bildete mit Schrittmacher Sven Lohse sowie Theres Klein ein reines RSV-Trio.

Radrennbahn besteht Feuerprobe

Einen Tag später hat die Radrennbahn im Chemnitzer Sportforum, nachdem sie mit einem neuen Belag versehen wurde, ihre Feuerprobe bestanden. Denn das internationale Steherrennen, das im Rahmen der Radsporttage des RSV Chemnitz ausgetragen wurde, war der erste offizielle Wettkampf nach Beendigung der Sanierung.

"Die Chemnitzer Bahn ist die beste Steherbahn, die es in Deutschland derzeit gibt. Der Belag lässt sich wunderbar fahren, dafür kommt man gern in die alte Heimat zurück", sagte Robert Retschke, der zwar in Aachen wohnt, aber in Chemnitz aufgewachsen ist und seine Radsportlaufbahn da begonnen hat.

Abbruch aufgrund von Regen

Mit seinem Chemnitzer Schrittmacher Holger Ehnert lieferte er ein beherztes Rennen über 120 Runden (40 Kilometer) ab und musste sich auf der Zielgeraden dem Duo Gerd Gessler und Franz Schiewer denkbar knapp geschlagen geben. Bei den Zuschauern war allerdings viel Geduld gefragt, bevor sie dieses spannende Rennen sehen durften.

Gegen 15 Uhr wurde das Steherfeld das erste Mal auf die Piste geholt, aber nach knapp 30 Runden musste wegen einsetzenden Regens abgebrochen werden. Es dauerte dann bis nach 18.30 Uhr, bis wenigstens ein Lauf der ursprünglich zwei geplanten Umläufe gestartet und völlig problemlos über die Bühne gebracht wurde.