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Rückkehr ins Wohnzimmer: Niners bestreiten erste Heimpartien seit fast sechs Wochen

Basketball Heimvorteil soll nächsten Sieg begünstigen

Als Sachsens beste Korbjäger zum letzten Mal das Parkett der heimischen Messe Chemnitz bespielten, feierten sie am 14. Februar mit einem 85:83-Sieg gegen Bayern München den größten Erfolg ihrer noch jungen Bundesligageschichte. Daraufhin folgten eine Spielpause anlässlich der EM-Qualifikation, neuerliche Coronafälle innerhalb des Teams samt zweiwöchiger Quarantäne und eine Serie von drei Auswärtspartien, die allesamt mit Niederlagen endeten. Der zuvor gute Lauf ist unterbrochen und die NINERS rutschen wieder näher an die Abstiegszone der easyCredit Basketball Bundesliga.

Nächster Sieg soll her

Umso wichtiger ist es, alsbald den nächsten Sieg einzufahren und auf der Jagd nach eben jenem soll auch der Heimvorteil helfen, wenn Chemnitz am Mittwoch gegen Braunschweig und Freitag gegen Oldenburg gleich zweimal in eigener Halle antreten darf. Der Startschuss für beide Partien fällt jeweils um 19 Uhr und natürlich können alle Basketballfans wieder live bei MagentaSport mitfiebern. Im ersten Duell zwischen Sachsen und Niedersachen begrüßen die Niners einen Gegner, mit dem man erst vor zehn Tagen die Klingen kreuzte. Seinerzeit gastierte das Chemnitzer Team in der Braunschweiger Volkswagenhalle, hatte nach den turbulenten Vorwochen aber noch sichtlich Probleme, seinen Rhythmus zu finden und unterlag fast folgerichtig mit 77:93. "Weil wir noch auf die finalen negativen Coronatests einiger Akteure warten mussten, reisten mehrere Leistungsträger erst am Spieltag an und hatten zuvor kein einziges Teamtraining bestritten", beschreibt Cheftrainer Rodrigo Pastore die damalige durchaus verzwickte Lage.

Training ist wieder möglich - zwei Verletzte vor der Rückkehr

Inzwischen konnten die Niners wieder einige gemeinsame Einheiten absolvieren. Auch die kürzlich verletzungsbedingt fehlenden Center Johnathan Williams und Filip Stanic befinden sich auf dem Weg der Besserung. "Wir sind noch nicht komplett oder schon bei 100 Prozent, aber es geht bergauf, wie das Team in den ersten drei Vierteln beim letzten Match in Bayreuth unter Beweis stellte", sagt Pastore. Jenen Trend möchte Chemnitz nun am Mittwoch gegen Braunschweig fortsetzen und die kleine Durststrecke mit einem Heimsieg beenden. Hierfür kommt es einerseits darauf an, dass die Distanzwürfe wieder besser als zuletzt fallen und die Zahl unnötiger Ballverluste minimiert wird. Andererseits ist aber auch die Verteidigung gegen eines der offensivstärksten Teams der Liga gefragt. Durchschnittlich 85 Punkte erzielen die Basketball Löwen Braunschweig pro Partie, wobei von den momentan spielfähigen Akteuren vor allem Karim Jallow (15.5 Zähler im Schnitt), Arnas Velicka (14.3), Gavin Schilling (12.3), James Robinson (10.9), Benedikt Turudic (7.7), Martin Peterka (6.0), Lukas Wank (5.8) und Luc van Slooten (5.1) herausragen. Zudem bestechen die Mannen von Coach Pete Strobl durch gutes Teamplay (Ø 18.9 Assists, Platz 6 aller BBL-Teams) und ihren engagierten Kampf um Abpraller (Ø 34.6 Rebounds, Platz 7 im BBL-Vergleich). "Außerdem haben die Löwen beim Hinspiel in Brettnähe extrem gut getroffen. Dort müssen wir besser verteidigen, dürfen aber auch die Dreierlinie nicht aus den Augen verlieren. Wenn uns das gelingt, werden wir unsere Chance bekommen", ist Pastore überzeugt