Rüdiger Hoffmann kommt nach Chemnitz

Unterhaltung Auftritt zum 30-jährigen Bühnenjubiläum in der Stadthalle

ruediger-hoffmann-kommt-nach-chemnitz
Rüdiger Hoffmann kennt sich aus in Chemnitz. Foto: Agentur/Dilly

Er hat die Begrüßungsformel "Hallo erstmal" erfunden und ist stolz darauf. "Wenn mich die Leute so ansprechen, dann sehe ich das positiv. Mit vielen kommt man dadurch ins Gespräch und erfährt interessante Dinge über das Leben", erzählt Rüdiger Hoffmann.

Zu seinem 30-jährigen Bühnenjubiläum stattet er Chemnitz wieder einen Besuch ab - am 5. Oktober um 19 Uhr in der Stadthalle mit seinem aktuellen Programm "Ich hab"s doch nur gut gemeint".

In Chemnitz ist er schon fast ein alter Hase, denn er war bereits einige Male in der Stadthalle zu Gast. "Ich weiß, wie dort die Garderobe aussieht und dass es viel Kopfsteinpflaster in der Stadt gibt", sagt er. Generell sei Hoffmann in Ostdeutschland besonders gern auf Tour. "Ich empfinde die Menschen hier als sehr offen und sie können gut zwischen den Zeilen lesen", sagt er.

DDR lehrte das "Zwischen den Zeilen lesen"

Ein ostdeutscher Künstler habe ihn einmal darüber aufgeklärt, dass die DDR-Kabarettisten vor der Wende ihre Programme häufig vom Staat zensieren lassen mussten und die Ostdeutschen es so gelernt hätten, besonders genau zwischen den Zeilen zu lesen, um die versteckte Kritik der Komödianten zu enttarnen.

Rüdiger Hoffmann hatte seinen ersten Auftritt vor Publikum im Jahr 1985. Danach tingelte er über zehn Jahre in kleinen Kabaretts durch Deutschland. Seine Fernsehkarriere begann Mitte der Neunziger in bekannten Formaten wie RTL Samstag Nacht, die ihn von da an auf den Bildschirm für jedermann nach Hause ins Wohnzimmer holten. Heute ist er aus der Comedy-Riege kaum wegzudenken.