Runde mit der Fahne hat längst Kultstatus

Fussball Gerd Leisring hält dem FCK und CFC bereits seit 1973 die Treue

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Kult vor jedem Heimspiel des CFC: Die "Fahnen-Runde" von Gerd Leisring. Auch im Trainingslager war der treue Fan dabei. Foto: Knut Berger

Es gehört zum Ritual eines jeden Heimspiels des Chemnitzer FC, dass sich wenige Minuten vor dem Anpfiff Gerd Leisring die himmelblaue Fahne schnappt und zu einer Stadionrunde ansetzt. Auch auswärts ist das Mitglied des Fanclubs "Zur Südkurve" bei fast allen Spielen dabei. Dabei muss der Motor seines Kleinbusses Höchstleistungen vollbringen, denn pro Saison kommen so schon mal 25.000 Kilometer zusammen. Die Idee, mit der damals nagelneuen Fahne eine Runde zu drehen, kam dem 58-Jährigen im Jahr 2011. Die Premiere fand vor dem Spiel gegen den VfL Osnabrück statt.

Seit 1973 verfolgt er das Fußballgeschehen in Chemnitz

"Fan des FC Karl-Marx-Stadt und des CFC bin ich seit 1973", sagt der Chemnitzer, der selbst nie Fußball gespielt hat, aber dennoch genau weiß, wie anstrengend der Leistungssport sein kann. "Ich war aktiver Turner, habe die Sportschule in Kar-Marx-Stadt besucht", verrät Leisring. Seine Verbundenheit mit der aktuellen Mannschaft brachte der Anhänger unter anderem zum Ausdruck, indem er dem Team Anfang Januar ins Trainingslager nach Spanien folgte. Nun hofft der Fahnenträger darauf, dass der Start in das Punktspieljahr 2018 gegen Paderborn am heutigen Samstag gelingen möge. "Die Saison ist bisher unglücklich verlaufen, in der Abwehr haute es bisher einfach nicht hin", sagt der himmelblaue Fan.

Das A-Wort wird nicht in den Mund genommen

Sicherlich verfüge der CFC aus seiner Sicht nicht über den allerstärksten Drittliga-Kader. "Dennoch verfügt die Truppe über das Potential, die Klasse zu halten, das Wort Abstieg nehmen wir gar nicht in den Mund", sagt Leisring.

2016 sorgte er im Stadion für einen ganz besonderen Moment. "Da habe ich im Stadion geheiratet. Auch den Antrag habe ich meiner fußballbegeisterten Frau im Stadion gemacht, dass jeweils vor mehreren Tausend Leuten", lacht der Chemnitzer.