Sächsische Designvielfalt

Ausstellung Das Industriemuseum zeigt die Besten ihres Faches

Ein Fagott ist nichts für kleine Kinder. Mit etwa 1,45 Metern Länge und bis zu dreieinhalb Kilo Gewicht können Kinder oft erst ab etwa zwölf Jahren beginnen, es zu erlernen. Ein Alter, in dem sich die meisten Musikschüler schon auf anderen Instrumenten eingespielt haben. Eine echte Alternative ist seit Donnerstag im Chemnitzer Industriemuseum zu sehen. Noch bis Februar ist dort die Sonderausstellung zu Preisträgern und Nominierten des 13. Sächsischen Staatspreises für Design zu besichtigen. Darunter auch der Gewinner der Kategorie Produktdesign aus Dresden: "Fagonello", ein Fagott für Kinder, das in Tonlage, Tonumfang, Griffweise und Spielgefühl erstmals genau wie ein großes daherkommt. Nach Chemnitz holte Mandy Knospe einen Preis. Sie hat für das Erscheinungsbild des Kunst- und Kulturfestival Begehungen 2011 den zweiten Preis in der Kategorie Kommunikationsdesign erhalten. Auf Plakaten, Flyern, Karten und in Katalogen präsentierte sie Inhalte und das Programm zum Festival in der JVA auf dem Kaßberg in ansprechendem Design. Insgesamt 39 Produkte und Designstudien zeigt das Museum in der Ausstellung. Hier präsentiert sich die ganze Bandbreite des Faches im Freistaat. Von der formschönen Gestaltung von Maschinen über Möbel bis zu Textilien. Unter den Highlights ist auch eine Kleidungskollektion der Chemnitzer Designerinnen Corinna Busch und Kathi Halama.

Sie schufen moderne Kleidung mit Jugenstilelementen als Hommage an den Designer Henry van de Velde, dessen historische Gewebe sie einbanden. Die prominent besetzte Jury, darunter Prof. Gerhard Friedrich, BMW Group und Martin Pross, Vorstand Scholz & Friends Group, durfte in diesem Jahr neben insgesamt 50.000 Euro Preisgeld auch erstmals eine Trophäe aus echtem Meissener Porzellan vergeben.