Sachsen arbeitet am Netzausbau

Mobilfunk Freistaat und Netzbetreiber kooperieren für leistungsfähigere Anbindung

"Ich bin dann mal weg...". Diesen Satz kennen Sachsens Pendler nur zu gut. Unterwegs auf der Straße oder in der Bahn lässt der Mobilfunkempfang oftmals zu wünschen übrig. Selbst in Chemnitz gibt es noch Ecken, in denen auf dem Smartphone-Display nur ein "E" (langsamer Edge-Empfang) zu lesen ist.

Das soll sich jetzt ändern:

Die Mobilfunknetzbetreiber Deutsche Telekom AG, Vodafone GmbH, Telefónica Deutschland und der Freistaat schließen einen Pakt für "Zukunftssichere Mobilfunknetze in Sachsen". Ein zentrales Ziel des Mobilfunkpaktes ist die schnellere Erschließung sogenannter "weißer Flecken" in der Mobilfunkversorgung in Sachsen. "Eine flächendeckende und leistungsfähige Breitband- und Mobilfunkanbindung ist elementar für die digitale Zukunft", sagt Ministerpräsident Michael Kretschmer. Sie sei die Grundvoraussetzung dafür, dass Innovationen wie das autonome Fahren es letztendlich auch auf die Straße schaffen, ergänzt Wirtschaftsminister Martin Dulig.

"Weiße Flecken, gerade im ländlichen Raum, werden die wirtschaftliche Entwicklung des Freistaates ausbremsen." Für die Koordinierung der Zusammenarbeit mit den Mobilfunkbetreibern, Landkreisen und Kommunen plant der Freistaat die Einrichtung einer Task Force. Ziel ist eine Optimierung und Beschleunigung der Standortsuche- und Genehmigungsprozesse beim Aufbau von Mobilfunksendeanlagen ein. Außerdem werde der Freistaat geeignete landeseigene Liegenschaften für die Errichtung von Mobilfunksendeanlagen bereitstellen. Im Gegenzug investieren die Mobilfunkbetreiber nachhaltig in den Netzausbau. Im Rahmen des Paktes sollen bis 2022 insgesamt mehr als 1.000 4G/LTE-Mobilfunksendeanlagen neu gebaut werden. So soll in den kommenden vier Jahren ein LTE-Abdeckungsgrad von 99 Prozent der Haushalte erreicht werden.