Erster Kunstrasenplatz ohne Granulat in Chemnitz

FUSSBALL CPSV weihte neue Sportanlage ein

Ab sofort können die kleinen und großen Fußballer des Chemnitzer Polizeisportvereines dem Regen trotzen und auch abends unter freiem Himmel trainieren. Heute wurde der neue Kunstrasenplatz des CPSV offiziell eingeweiht, und eine Abordnung der E-Junioren durfte exklusiv die ersten Pässe auf dem 50 x 30 Meter Feld üben. Der Platz wurde in Rekordzeit in den letzten drei Monaten auf dem ehemaligen Hartplatz errichtet. Der neue Kunstrasenplatz an der Forststraße ist einer der ersten in Sachsen, der aufgrund einer neuen Herstellungstechnik ohne das umweltschädliche Granulat auskommt. 500.000 Euro kostete das Projekt, 450.000 Euro flossen durch Fördermittel, 50.000 Euro stemmt der Verein selbst.

Wichtige soziale Verantwortung

"Wir haben zweieinhalb Jahre dafür gekämpft und sind froh, nicht nur die Kosten, sondern auch die Bauzeit eingehalten zu haben", freute sich CPSV-Vereinspräsident Volker Lange. Er betonte, dass der 1.200 Mitglieder starke Verein am Fuße des Sonnenbergs eine wichtige soziale Verantwortung trage und mit der deutlichen Verbesserung der Trainingsbedingungen ein wichtiger Schritt in die Zukunft gemacht wurde. "Gerade jetzt im strömenden Regen sieht man, dass der alte Rasenplatz nicht bespielbar ist", sagte Volker Lange. Der Vereinspräsident betonte, dass unter den 100 Fußballern auch 60 Jungen und Mädchen jetzt dem Matschplatz den Rücken kehren und dennoch fleißig trainieren können.

Durchhaltevermögen zahlt sich aus

Das neue CPSV-Schmuckstück ist der zehnte Kunstrasenplatz in Chemnitz. Die Vereinsmitglieder betrachten die Sportanlage als wundervollen Startschuss ins Jahr 2020 - denn dann feiert der Polizeisportverein sein 100-jähriges Bestehen. "Wir haben bewiesen, dass sich Durchhaltevermögen und Risikobereitschaft lohnen. Unser Dank geht an die Stadt Chemnitz, die Aufbaubank und natürlich die Planer und Umsetzer", unterstrich Volker Lange und machte den Chemnitzer Vereinen Mut. Nach Angaben der Stadtverwaltung liegen bereits sieben weitere Anträge zum Bau eines Kunstrasenplatzes ohne Granulat vor.