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Chemnitz

Sachsen verabschiedet neuen Krankenhausplan

Medizin Altersmedizin und Pflegeberufe im Fokus

Verzicht auf Bettenreduzierungen sowie ein Fokus auf Altersmedizin, Pflegeberufe und Ausweisung von 23 Zentren - das sind die Eckpunkte für den neuen Krankenhausplan, der vergangene Woche von der sächsischen Staatsregierung verabschiedet wurde. Gesundheitsministerin Barbara Klepsch sprach im Anschluss von notwendigen Strukturanpassungen in der Krankenhausplanung. Gerade im ländlichen Raum werde sich die Rolle von Krankenhäusern in den kommenden Jahren deutlich verändern.

Insbesondere die Versorgung von älteren Menschen spielt in der Fortschreibung des Krankenhausplans eine wesentliche Rolle. "Die stationären Angebote werden um insgesamt zehn neue Akutgeriatrien erweitert, um etwa Versorgungslücken in der Stadt Chemnitz und in einzelnen Landkreisen zu schließen. Damit haben wir im Schnitt in jedem Landkreis und jeder Kreisfreien Stadt drei solcher wichtigen Angebote", so die Ministerin.

Pflegeberufe sollen gestärkt werden

Die Stärkung der Pflegeberufe ist ein weiterer Schwerpunkt im neuen Krankenhausplan. Klepsch: "Ich freue mich, dass wir im neuen Krankenhausplan zwei neue medizinische Berufsfachschulen ausweisen, die die bereits vorhandenen Berufsfachschulen ergänzen. Damit und mit der Aufstockung von Ausbildungsplätzen an bereits vorhandenen Einrichtungen erhöhen wir die Ausbildungsplätze um 660 Plätze auf nunmehr 5.484 Plätze im Freistaat. Ein komplett neuer Ansatz im Krankenhausplan ist die Ausweisung von insgesamt 23 Zentren mit Alleinstellungsmerkmal. "Diese Krankenhäuser, die über eine besondere Strahlkraft in Sachsen oder über die Landesgrenzen hinaus verfügen, werden mit dem Ausweis von Zentren besonders anerkannt und können für die Erfüllung der besonderen Aufgaben eine zusätzliche Vergütung erhalten."

Mit dem Krankenhausplan des Freistaates Sachsen wird die bedarfsgerechte stationäre Versorgung der Bevölkerung mit medizinisch leistungsfähigen und wirtschaftlich arbeitenden Krankenhäusern sichergestellt. Zudem stellt er die Grundlage für die Investitionsförderung der Krankenhäuser dar. Die 12. Fortschreibung trat am Samstag in Kraft. Der neue Krankenhausplan verfügt über 78 Krankenhäuser mit insgesamt 25.547 Betten im gesamten Freistaat.



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