Sachsens Studierende unter der Lupe

Bildung Studie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage veröffentlicht

Sachsens Studierende verfügen über durchschnittlich 798 Euro im Monat und wenden 259 Euro monatlich für die Miete - 64 Euro weniger als im Bundesgebiet - und 154 Euro für Ernährung auf. 27 Prozent empfangen darüber hinaus BAföG, 60 Prozent der Studierenden sind neben dem Studium erwerbstätig - Tendenz steigend.

Das geht aus einer Studie zur wirtschaftlichen und sozialen Situation von Studierenden in Deutschland hervor. Sie wird seit 1982 im Auftrag des Deutschen Studentenwerks vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung erstellt, inzwischen liegt die 21. Sozialerhebung vor.

Notwendigkeit der Studentenwerke

Zum ersten Mal ist für die sächsischen Studentenwerke eine gesonderte Regionalausgabe erschienen. "Dank dieser Regionalauswertung haben wir nun ein umfassendes Bild des Sozialprofils der Studierenden an sächsischen Hochschulen", sagt Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange. "Die Studie umreißt die Notwendigkeit der umfangreichen Aufgabenpalette der Studentenwerke von der preisgünstigen Verpflegung über den Betrieb von Wohnheimen bis zu kulturellen Aktivitäten und Beratungen.

"Anja Schönherr, Geschäftsführerin des Studentenwerks Chemnitz-Zwickau: "Vor allem Studierende mit geringerem Einkommen sowie mit einem geringeren Bildungshintergrund der Eltern nehmen die Leistungen der Studentenwerke in Anspruch. So essen sie häufiger in der Mensa und wohnen häufiger im Studentenwohnheim als der Durchschnitt." Zur Schaffung von Chancengerechtigkeit sei es deshalb unabdingbar, dass in die soziale Infrastruktur der Studentenwerke, wie Mensen und Wohnheime, investiert wird.