Über 700.000 Euro für Chemnitz: Berufsschulen bekommen kräftige Finanzspritze

Große Finanzspritze für die Ausbildung vor Ort: Die Handwerks- und die Industrieschule in Chemnitz erhalten kräftige Unterstützung für neue Werkstätten und hochmoderne Labore.

Chemnitz

Sächsische Berufsschulen profitieren bei Investitionen in erheblichem Umfang von Fördergeldern der Europäischen Union. Aus EU-Mitteln des Just Transition Fund (JTF) und einer Kofinanzierung durch den Freistaat wurden weitere Vorhaben bewilligt, teilte das Kultusministerium mit. "Wir investieren in moderne Lernräume und stärken die Zukunftsfähigkeit unserer berufsbildenden Schulen in Sachsen. Damit legen wir das Fundament für die Fachkräfte von morgen", erklärte Kultusminister Conrad Clemens (CDU).

Investitionen in Werkstätten und Barrierefreiheit in Chemnitz und Leipzig

So bekommt die Handwerkerschule Chemnitz gut 400.000 Euro für den Aus- und Umbau der Holz- und Schweißwerkstätten sowie die Modernisierung verschiedener Labore. Die Industrieschule Chemnitz erhält etwa 300.000 Euro zur Erneuerung der Labortische mit Stromversorgung im elektrotechnischen Grundlagenlabor der Fahrzeugtechnik.

Das Berufliche Schulzentrum (BSZ) Elektrotechnik der Stadt Leipzig kann mit rund 385.000 Euro Barrierefreiheit im und am Schulgebäude herstellen.

Berufsschule in Bautzen bekommt Solaranlage auf das Dach

Das BSZ für Ernährung und Hauswirtschaft Bautzen kann auf knapp 300.000 Euro für die Anschaffung neuer Ausstattung sowie Baumaßnahmen zurückgreifen. Für das BSZ für Wirtschaft und Technik Bautzen stehen knapp 125.000 Euro für die Sanierung des Daches und die Installation einer Photovoltaik-Anlage bereit. 

Hintergrund

Mit dem JTF werden im Förderzeitraum 2021 bis 2027 Gebiete unterstützt, die aufgrund des Übergangs zu einer klimaneutralen Wirtschaft besondere Herausforderungen bewältigen müssen. Neben den Landkreisen Bautzen und Görlitz im Lausitzer Revier sowie den Landkreisen Leipziger Land, Nordsachsen und der Stadt Leipzig im Mitteldeutschen Revier, gehört auch die Stadt Chemnitz zum Fördergebiet.

Das Kultusministerium hat 2024 eine Richtlinie erlassen, um mit JTF- und Landesmitteln die berufliche Bildung an die neuen Bedürfnisse des Arbeitsmarktes anzupassen. Investitionen in moderne Rahmenbedingungen sollen die Berufsausbildung attraktiver gestalten und zur Fachkräftesicherung in den entsprechenden Regionen beisteuern. Die Zuwendung für die Vorhaben beträgt bis zu 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Insgesamt stehen bis zum Ende des Förderzeitraums rund 43 Mio. Euro an EU-Mitteln und Landesmitteln zur Verfügung.

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