Sächsische Grundschüler erneut spitze

Bildung Deutsch- und Mathematik-Kenntnisse im Ländervergleich

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Foto: Halfpoint/Getty Images/iStockphoto

Entgegen dem Deutschlandtrend bleibt das Bildungsniveau sächsischer Schüler stabil, wenn es um die Leistungen in Deutsch und Mathematik geht. Neben Bayern gehören Sachsens Grundschüler zu den bundesweit Besten. Das geht aus einem Ländervergleich hervor, den das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen 2016 durchgeführt hatte.

Der Studie zufolge liegen Sachsens Viertklässler in den Kompetenzbereichen Mathematik und Lesen hinter Bayern auf dem zweiten Rang. Im Bereich Zuhören liegt Sachsen dieses Mal mit Rang 3 auch in der Spitzengruppe. Das war bisher nicht der Fall. Im Bereich Rechtschreibung erreichten sie Rang 5.

Verdienst der Grundschullehrer

"Sachsen gehört zu den wenigen Ländern, in denen die durchschnittlich erreichten Kompetenzen zwischen 2011 und 2016 in den untersuchten Bereichen weitgehend stabil geblieben sind", sagt Kultusstaatssekretär Frank Pfeil, der das gute Abschneiden von Sachsen als einen Verdienst der Grundschullehrer würdigt. "Das ist angesichts der sehr angespannten Lehrersituation in den Schulen und der zunehmend heterogenen Schülerschaft ein Erfolg der Lehrerinnen und Lehrer in unseren Grundschulen." Gleichzeitig mahnte der Staatssekretär, sich auf den Lorbeeren nicht ausruhen zu dürfen. "Wir werden die Studie sehr sorgfältig auswerten, um daraus Schlussfolgerungen zur Absicherung einer hohen Unterrichtsqualität abzuleiten", so Pfeil. Zudem müsse man weiter alle Anstrengungen unternehmen, um ausreichend Grundschullehrer auszubilden und für den Einsatz im sächsischen Schuldienst zu gewinnen.

Der Lehrernachwuchs kommt jetzt übrigens auch von der TU Chemnitz. Am Freitag erhielten die ersten 75 Absolventen des Studiums "Lehramt an Grundschulen" ihr Staatsexamen.