Saisoneröffnung schürt Hoffnung: Pfosten steht CFC-Sieg über Bundesligisten im Weg!

Zur offiziellen Saisoneröffnung hatte sich der Chemnitzer FC den 1. FC Union Berlin eingeladen. Die Himmelblauen ärgerten die Eisernen vor 5.213 Zuschauern und rangen diesen ein 1:1 ab.

Chemnitz

Der Chemnitzer FC hat sich gegen den 1. FC Union Berlin beachtlich geschlagen und dem Bundesligisten ein Unentschieden abgerungen. Vor 5.213 Zuschauern erzielte Marx in der zweiten Halbzeit das 1:1 und egalisierte den Führungstreffer von Ljubicic. Am Samstag wartet auf die Duda-Elf der Drittliga-Absteiger aus Schweinfurt.

Eiserner Test: Zwischen Genießen, Ärgern, Nerven und Stressen

Der 1. FC Union Berlin ist mit einem neuen Cheftrainer sowie mit zwei Kantersiegen gegen Optik Rathenow (12:2) und Grün-Weiß Lübben (16:0) in die Vorbereitung gestartet. Die sportliche Verantwortung trägt seit Sommer Mauro Lustrinelli, der in der letzten Saison den FC Thun als Aufsteiger zum Meistertitel in der Schweiz führte.

„Das Spiel gegen Union soll die Mannschaft vor allem genießen“, sagte CFC-Trainer Benjamin Duda vor dem Test gegen die Eisernen und entgegnete zudem: „Wir wollen den übermächtigen Gegner gerne etwas ärgern, nerven und stressen und natürlich die Möglichkeiten nutzen, um die Vorfreude auf die kommende Saison bei unseren Fans zu steigern.“ Mit Ausnahme von Martial Ekui konnte der 38-Jährige bei diesem Vorhaben auf alle Akteure zurückgreifen.

Sechs Neuzugänge in der Startformation

Das letzte Fragezeichen stand hinter Maximilian Fesser, der zuletzt mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen hatte. Der 24-jährige Offensivspieler konnte die Woche aber wieder voll mittrainieren, saß vorerst auf der Bank.

Beim ersten Heimspiel standen mit Torhüter David Richter sowie Jan Löhmannsröben, Ron Berlinski, Ken Tchouange, Dennis Slamar und dem Kapitän Andreas Geipl sechs Neuzugänge in der Startformation. Die Duda-Vorgaben gegen den Bundesligisten lauteten: „Wir wollen taktisch weiter in die Tiefe gehen und unsere Prinzipien umsetzen, zugleich durch Konter Nadelstiche setzen.“

Ljubicic mit Hackentreffer für die Berliner

Die erste Halbzeit zwischen dem Viert- und Erstligisten war kurzweilig – und begann mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Den Anfang übernahmen die Eisernen mit Ilyas Ansah, der aus spitzem Winkel den himmelblauen Schlussmann prüfte. Auf der Gegenseite war Berlinski mit einem Warnschuss von der Strafraumgrenze dafür verantwortlich.

In der zwölften Minute hatte Andrej Ilic – nach einem Fehlpass – die Führung auf dem Fuß, der 26-jährige Stürmer konnte Richter nicht überwinden. Sieben Zeigerumdrehungen später zündete Maurizio Grimaldi den Turbo und prüfte wiederum Union-Torwart Carl Klaus mit einem satten Schlenzer. In der 25. Minute nutzten die Gäste aus Berlin das leichte Übergewicht zum ersten Mal aus. Martin Ljubicic traf sehenswert via Hacke zum 1:0. Derrik Köhn und erneut Ilic verpassten anschließend den zweiten Treffer.

Marx trifft das Tor & Zamora den Pfosten

Während FCU-Trainer Lustrinelli seine komplette Mannschaft austauschte, nahm sein Gegenüber im Verlauf der zweiten Halbzeit insgesamt zehn weitere Wechsel vor. Darunter waren mit Justin Gröger, David Vogt und Fesser drei weitere Neuzugänge. Weil Leonhard von Schroetter nicht zum Einsatz kam, musste Tom Baumgart durchspielen. Oskar Engel und Chris Bedia scheiterten für die Unioner am eingewechselten David Wunsch.

Die Himmelblauen kamen mit dem ersten gefährlichen Abschluss nach dem Seitenwechsel zum verdienten Ausgleich. Fesser setzte sich energisch durch und bediente mustergültig Jonas Marx, der den Ball in der 78. Minute wuchtig über die Linie drückte. Die Duda-Elf witterte Morgenluft und wollte die Partie gegen den Bundesligisten drehen. Amadeus Zamora hatte die Chance dazu. Der 19-Jährige traf nur den Pfosten, sodass es beim 1:1 blieb.

Duell mit Drittliga-Absteiger

Bereits am Samstag, dem 11. Juli, ist die Duda-Elf schon wieder im Einsatz. Um 14 Uhr wird auf der Frankenberger „Jahnkampfbahn“ der freundschaftliche Vergleich mit dem 1. FC Schweinfurt 05 ausgetragen.

Für den Drittliga-Absteiger ist es bereits das dritte Duell mit einem Team aus Sachsen. Während die „Schnüdel“ sich gegen die BSG Chemie Leipzig mit einem 1:1 begnügen mussten, siegten sie gegen den FSV Zwickau wiederum souverän mit 4:2. Beide Testspiele fanden im heimischen „Sachs-Stadion“ statt.


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