Sammler, aufgepasst: Besondere Stücke im Kulturhauptstadtjahr mit Chemnitz-Bezug

Gedenkmünze und Briefmarke erscheinen

Chemnitz

Die Kulturhauptstadt Chemnitz findet auch in der Welt der Numismatik und der Philatelie Widerhall. Eine 20-Euro-Gedenkmünze "Chemnitz - Kulturhauptstadt Europas 2025" gibt das Bundesfinanzministerium am 15. Mai heraus. Auch die Deutsche Post widmet im Kulturhauptstadtjahr der Stadt Chemnitz eine Briefmarke mit dem Wert von 95 Cent - das aktuelle Porto für einen Standardbrief. Sie wird bereits am 3. April erscheinen.

Flughafen ziert Briefmarke

Die von Chayenn Gutowski und Thomas Steinacker entworfene Briefmarke zeigt das Empfangsgebäude des ehemaligen Flughafens der Stadt, der 1926 eröffnet und bis zu seiner endgültigen Aufgabe im Jahr 1969 mehrere Male geschlossen und wiedereröffnet wurde.

Sachsens drittgrößte Metropole hat viel zu bieten

"Dass Sachsens drittgrößte Metropole viel zu bieten hat, beweist auch die Ernennung zur Kulturhauptstadt Europas 2025", bemerkt Dr. Alexander Plum, Leiter Philatelie, in der eben erschienenen jüngsten Ausgabe von "Postfrisch - Das Philatelie Journal", in dem die neue Briefmarke und Chemnitz ausführlich vorgestellt werden. Das Journal widmet diesem Thema eine Seite. "Dass beim Stichwort Chemnitz vielen als Erstes Karl Marx durch den Kopf geht, ist nicht verwunderlich, schließlich hieß der Ort von 1953 bis 1990 Karl-Marx-Stadt. Mit der Umbenennung zur Zeit der DDR verband sich ein besonderer Anspruch für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg", heißt es in dem Beitrag, der auch auf das Karl-Marx-Monument verweist - das mit gut sieben Meter Höhe als zweitgrößte Porträtbüste der Welt gilt.

Erinnerung an das "sächsisches Manchester"

Doch biete die Geschichte von Chemnitz, das 1143 erstmals urkundlich erwähnt wurde, weit mehr als die Zeitspanne als sozialistische Musterstadt. Eine weitere Bezeichnung, nämlich "sächsisches Manchester", habe sich die Stadt hart erarbeitet: "Vor über zweihundert Jahren entwickelte sie sich mit modernen Fabriken zu einem Zentrum der Textilindustrie. Von 1848 bis in die 1920er-Jahre wurden fast fünftausend Lokomotiven in Chemnitz gebaut. Und 1932 schlossen sich dort vier regionale Fahrzeughersteller zusammen und gründeten die Auto Union AG. Davon zeugen noch die vier Ringe im Logo der Marke Audi. Tradition und Moderne spiegeln sich auch in städtebaulich spannenden Gegensätzen; der sozialistische Plattenbau ist nur eine Facette. Zeugnisse des Bauhauses und der Neuen Sachlichkeit begeistern ebenso wie der Kaßberg, eines der größten zusammenhängenden Jugendstil- und Gründerzeitviertel Europas", heißt es unter anderem in dem Beitrag.

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