Schausteller können aufatmen: Keine Gebührenerhöhung

Beschluss Gebührenerhöhung für Standmieten wurde von Stadträten abgelehnt

Die Rummel-Fläche des Richard-Hartmann-Platzes verringerte sich für Schausteller ab diesem Jahr durch den beschlossenen Schulneubau. "Dennoch werden sich die Kosten für den Platz nicht wesentlich verringern. Hauptsächlich ergeben sie sich aus Aufwendungen für die Instandsetzung des Platzes sowie des dort befindlichen Lagers und der materiell-technischen Anlagen. Damit werden bei der Verkleinerung des Platzes kaum Einsparungen erzielt" - so lautete die Begründung des Rathauses für eine Erhöhung der Standgebühr, die Schausteller während des Rummels auf dem Hartmannplatz abführen müssen. Doch die Stadträte gingen mit dem Vorschlag der Verwaltung nicht d'accord. Die Branche der Schausteller und Veranstalter sei ohnehin "schwer gebeutelt", argumentierte beispielsweise CDU-Stadtrat Michael Specht. In dieser Situation noch mit einer Kostensteigerung zu kommen, das sei nicht nachvollziehbar, ergänzte er. Die Räte lehnten eine Änderung der Entgeltordnung - übrigens nicht nur für die Nutzung des Hartmannplatzes sondern auch für Marktflächen und markttechnischer Anlagen - ab.

Auf bessere Zeiten hoffen

Für die Schausteller heißt das vorerst: Aufatmen und Pläne schmieden. Für 2021 hoffen alle auf bessere Zeiten. Viele Rummelleute hatten beim Familienfest auf dem Hartmannplatz Ende August das erste Mal überhaupt in diesem Jahr wieder arbeiten können. Für Christopher Kirchner, einen Schausteller aus Erfurt, war das Fest fast ein historischer Moment: Am 22. August drehte sich sein Kettenflieger mit einem einzigen Fahrgast das erste Mal in diesem Jahr. "Ich habe damit seit Weihnachten die ersten 2,50 Euro eingenommen", sagte Kirchner.