Scheitern am amerikanischen Traum

Premiere Schauspiel startet mit "Tod eines Handlungsreisenden"

scheitern-am-amerikanischen-traum
Dirk Glodde (li.) übernimmt die Titelrolle in Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden" am Schauspiel Chemnitz.Foto: Dieter Wuschanski/Theater

Mit Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden" legen die Theater Chemnitz am Samstag die für diese Spielzeit letzte Neuinszenierung für die Große Bühne des Schauspielhauses vor. Die Regie übernimmt dabei Schauspieldirektor Carsten Knödler. Das Stück wird zum ersten Mal durch die Theater Chemnitz gespielt. Es behandelt die Frage des "American Dream", der Aufstiegsmöglichkeit innerhalb der Gesellschaft durch harte Arbeit.

Arthur Miller zerlegt in seinem Drama aus dem Jahr 1949, für das er mit dem renommierten Pullitzer-Preis ausgezeichnet wurde, die Arbeits- und Lebensbedingungen, die dieser Traum den Akteuren der Leistungsgesellschaft auferlegt. Im Zentrum der Handlung steht Willy Loman, der sich als Handlungsvertreter abmüht, seine Familie zu ernähren, den erreichten Status aufrechtzuerhalten und auszubauen und eben den Amerikanischen Traum zu leben - muss sich aber irgendwann sein Scheitern eingestehen. Dirk Glodde ist für die Hauptfigur auserkoren, daneben spielen unter anderem Katka Kurze, Martin Esser und Konstantin Weber. Bei Redaktionsschluss gab es noch einige Restkarten für die Premiere, die am Samstag um 19.30 Uhr beginnt.

Knapp eine Woche später, am 11. Mai ist mit "Sieben Geister" von Sören Hornung das diesjährige Gewinnerstück um den "Chemnitzer Theaterpreises für junge Dramatik" erstmals zu erleben - diese Premiere dann im kleineren Ostflügel. Im Juni folgt dann noch die Open-Air-Inszenierung rund um die Abenteuer des Stülpner-Karls auf der Küchwaldbühne.