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Schlüssel zum Menschsein

Wort zum Sonntag von Peter Beier

Bilder schließen auf. Sie sind so etwas wie ein Schlüssel zur Wahrheit unseres Menschseins. Auch das Bild vom Hirten mit den Schafen, das uns als ein vertrautes Bild in der Landschaft auf Reisen zuweilen begegnet. Es ist ein Urbild der Seele, von der Menschheitsgeschichte in unsrem Unterbewussten geprägt. Es ist aber auch ein Abbild von Geborgensein. Die Sehnsucht nach Geborgenheit gehört zu den Grundsehnsüchten des Menschen, Sehnsucht nach Schutz und Halt, nach einem letzten Behütet- und Aufgehobensein. Sie hat ihre Wurzeln in den Anfängen unsrer Lebensgeschichte. Verlässlichkeit, die ein Kind durch seine Mutter erfährt, weckt und stärkt sein Urvertrauen. Alles Arbeiten, alles Lieben und Leiden braucht ein Leben lang die Kraft aus diesem Vertrauen. Das Bild vom Hirten mit den Schafen ist auch Titelbild der Jesusgeschichte geworden. Jesus begleitete und half Menschen in seelischer oder körperlicher Not wie ein guter Hirte. Die Jesusgeschichte hat ihr Ziel nicht darin, dass wir lernen geduldige Schafe zu werden, sondern dass wir Kraft gewinnen, einer dem anderen zum guten Hirten zu werden und dass so ein Stück Himmel zu uns kommt. Peter Beier, Pfarrer i.R.



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