Schlag gegen Drogenkriminalität: Rund neun Kilogramm Crystal sichergestellt

Polizei Zwei mutmaßliche Dealer sind bereits in Haft

Nach umfangreichen Ermittlungen der Chemnitzer Kriminalpolizei stellten Beamte Mitte Februar rund neun Kilogramm Crystal sicher und nahmen einen 23-jährigen Tatverdächtigen vorläufig fest. Gegen ihn wurde ein Untersuchungshaftbefehl erlassen. Jetzt konnte ein zweiter Tatverdächtiger im Alter von 46 Jahren festgenommen werden. Auch gegen ihn erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehl.

Verdacht erhärtete sich

Der 23-jährige Tatverdächtige war bereits im Herbst 2019 in den Fokus der Kriminalisten geraten. Es bestand der Verdacht, dass der junge Mann mit größeren Mengen Betäubungsmitteln im sächsischen Raum handelt. Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht zunehmend gegen ihn sowie den 46-jährigen Mann.

Durchsuchung von vier Wohnungen

Daraufhin wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Chemnitz Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt. Die Beschlüsse wurden am 13. Februar 2020 umgesetzt. Beamte durchsuchten insgesamt vier Wohnungen in Chemnitz. Dabei beschlagnahmten sie 8,9 Kilogramm Crystal sowie szenetypische Utensilien, wie zum Beispiel Feinwaagen und Verpackungsmaterial. Während der Durchsuchungen war der 23-Jährige vorläufig festgenommen worden. Am darauffolgenden Tag wurde er einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl erließ.

Fahndungsmaßnahmen erfolgreich

Im Zuge der weiterführenden Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen konnte der zweite Tatverdächtige am 23. März 2020 vorläufig festgenommen werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Chemnitz wurde er am Folgetag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, welcher auch gegen ihn einen Untersuchungshaftbefehl erließ.

Wert von über 700.000 Euro

Michael Ruschitschka, der 56-jährige Leiter der Kriminalpolizeiinspektion: "Mit der Sicherstellung von fast neun Kilogramm Crystal ist der Chemnitzer Polizei ein entscheidender Schlag bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität gelungen. Es ist die größte Sicherstellung von Crystal im Raum Chemnitz der vergangenen Jahre. Das Crystal hatte einen sehr hohen Wirkstoffgehalt. Im Einzelverkauf hätten hier über 700.000 Euro erzielt werden können."

Tatverdächtige nur Zwischenhändler?

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tatverdächtigen als Zwischenhändler agierten und die Betäubungsmittel nicht in Einzeldosen, sondern in größeren Mengen an verschiedene Personen weiterverkauft haben. Die weiteren Ermittlungen konzentrieren sich zum einen auf die Herkunft der Betäubungsmittel und zum anderen auf die weiteren Absatz- und Verkaufswege.