Schmuck für Herbst und Winter

Grab Vor Totengedenktagen verwandeln die Friedhofsgärtner Gräber in kleine Kunstwerke

Und in der goldenen Herbsteszeit leuchtet's wieder weit und breit", heißt es in Theodor Fontanes berühmtem "Herr von Ribbek"-Gedicht. Der Herbst verzaubert mit seiner verschwenderischen Farbpracht nicht nur Gärten und Parks, sondern auch die Friedhöfe. Hier verwandeln die Friedhofsgärtner jetzt so manches Grab in ein kleines Kunstwerk.

Im Herbst und besonders in den Wochen vor den Totenge-denktagen Allerheiligen, Allerseelen und Totensonntag zeigen die Friedhofsgärtner die ganze Bandbreite ihrer Kreativität. So kombinieren sie etwa Blattschmuckpflanzen wie Silberblatt und Purpurglöckchen mit Heidegewächsen und Ziergräsern; sie schmücken die Gräber mit kunstvoll gefertigten Grabschalen und Gestecken und setzen mit natürlichen Materialien wie Steinen, Holz oder Tannenzapfen zusätzliche Akzente. Dabei wird die herbstliche Grabgestaltung jedes Jahr durch neue Trends belebt. "Immer beliebter werden gemischte Bepflanzungen und sogenannte Waldbeete, die wir mit Koniferengrün, Moos und Wurzeln dekorieren", erläutert Friedhofsgärtner Nicolas Rehner vom Bund deutscher Friedhofsgärtner. Die individuelle Gestaltung der Gräber ist jedoch nur ein Teil des Aufgabenspektrums der Friedhofsgärtner. Sie beraten ihre Kunden nicht nur bei der saisonalen Auswahl von Grabschmuck, Blumen und Pflanzen, sondern pflegen auch regelmäßig die Grabstätte. Dazu gehören die Säuberung der Grabfläche sowie das Schneiden, Düngen und Gießen der Bepflanzung.