Schock am Schocken

Projekt Weil Baumaterialien fehlen, verzögert sich der Vorplatz-Bau

Der Bau des Vorplatzes am ehemaligen Schocken-Kaufhaus geht in die Verlängerung. Statt, wie ursprünglich geplant, im November wird das Areal vor dem Eingang des künftigen Landesarchäologiemuseum erst Ende dieses Jahres fertig. Der Grund: Der Hersteller der zur Pflasterung notwendigen Betonplatten hat Schwierigkeiten mit der Lieferung. Offenbar bereiten insbesondere die Winkelstücke für die Einfassung der Bahnschienen Probleme. Vorabeiter Patrick Kern von der zuständigen Baufirma Mothes, gestern unter anderem mit dem Schleifen von Fugen beschäftigt, bestätigte die Verzögerung gegenüber dem BLICK."Es gibt tatsächlich einen Lieferengpass", erklärte er.

Auf den öffentlichen Personennahverkehr - die Straßenplan fährt mitten durch das Gelände hindurch - soll sich die Angelegenheit nicht negativ auswirken. "Es wird keine Einschränkungen geben", so CVAG-Sprecher Stefan Tschök. Bei Neueindecken der Gleise im Sommer habe mit unvorhergesehen Schäden am Gleisbett zu kämpfen gehabt. Doch das Thema sei mittlerweile erledigt.

Der Bau des Schocken-Vorplatzes hatte im vergangenen Jahr begonnen. Die veranschlagten Kosten betrugen ursprünglich rund 810.000 Euro, laut Rathaus könne das Projekt aber bis zu zehn Prozent teurer werden. Um Parkplätze für das Landesarchäologiemuseum zu schaffen, soll im Zuge der Baumaßnahme die Brückenstraße im Bereich zwischen Bahnhofstraße und Straße der Nationen um eine Fahrspur schmaler werden.

Der Platz soll darüber hinaus in Zukunft den Namen des in Chemnitz geborenen Schriftstellers Stefan Heym tragen - das hatten die Stadträte im Juli mehrheitlich und gegen einige Widerstände beschlossen. Die Umbenennung könnte anlässlich des 100. Geburtstages des im Jahr 2001 in Israel verstorben Autoren am 10. April 2013 stattfinden.