Schon wieder: Polizei sucht IS-Terroristen in Chemnitz

Polizei Sprengstoff wurde nicht entdeckt

In Helbersdorf wird ein Mann in Handschellen aus dem Gebäude geführt. Foto: Jan Härtel

Nachdem das sächsische Landeskriminalamt (LKA) am Montagnachmittag ein Haus in der Augustusburger Straße in Chemnitz durchsucht hatte, folgte am Abend ein zweiter Einsatz. In der Paul-Bertz-Straße im Stadtteil Helbersdorf kam es ebenfalls zu einer Durchsuchung. Eine Person wurde dabei in Gewahrsam genommen. Über die Hintergründe gab es bis dahin nur Spekulationen.

Wie das LKA am Dienstagvormittag mitteilte, sei man mit 115 Beamten in Chemnitz im Einsatz gewesen, so Sprecherin Kathlen Zink. Man habe im Auftrag der Generalbundesanwaltschaft (GBA) gehandelt.

Anlass für die Durchsuchung seien Hinweise gewesen, wonach ein Verdächtigter im Besitz von Sprengstoff sein könnte, sagt GBA-Sprecherin Frauke Köhler auf BLICK-Anfrage. "Dieser Verdacht hat sich nicht bestätigt."

Der Beschuldigte habe unter Verdacht gestanden, als Mitglied des "Islamischen Staates" (IS) Gelder an die Organisation übermittelt zu haben. Außerdem soll er in Schleusungen eingebunden gewesen sein, so die Staatsanwältin. So sei auch keine Festnahme veranlasst worden.

Einen Zusammenhang zum Fall Dschaber al-Bakr vom letzten Oktober schließt die Generalbundesanwaltschaft aus. Al-Bakr war in Chemnitz von der Polizei unter Terror-Verdacht aufgespürt worden und hatte sich später in einer Gefängniszelle in Leipzig erhängt.