Schulnetzplanung: Alte Berufsschule wird zur Grundschule

Bildung Beschluss zu Sanierung und Erweiterungsbau an der Weststraße steht an

Im Dezember 2018 hat der Stadtrat die Schulnetzplanung bis 2028 in Chemnitz beschlossen. Um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden, sollen vier Grund- und vier Oberschulen neu gebaut und ehemalige Schulgebäude saniert werden. Auf der Weststraße/Ecke Reichsstraße steht so ein Schulgebäude, das in den nächsten Jahren ein neues Erscheinungsbild bekommen soll: die früherer Berufsschule soll mit Schuljahresbeginn 2022/2023 zur Grundschule werden. Der Beschluss dafür liegt den Stadträten in ihrer nächsten Sitzung am 29. April vor.

Aufwändige Planungen

Da das vorhandene Ensemble aus der ehemaligen Berufsschule und den Vorgärten unter Denkmalschutz, waren die Planungen für die Sanierung aufwändig. "Um den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden und gleichzeitig wirtschaftlich zu handeln, wird in den Bestand nur geringfügig eingegriffen. So ist es beabsichtigt, die Decken und auch die Dachkonstruktion zu erhalten", heißt es in der Beschlussvorlage. Die denkmalgeschützten Vorgartenbereiche sollen erhalten bleiben. Da die aktuelle Raumkapazität aber nicht für den Betrieb einer zweizügigen Grundschule inklusive des erforderlichen Hortangebotes ausreicht, ist eine Vergrößerung durch einen Erweiterungsneubau vorgesehen. Der Neubau werde in die angrenzend geschützte Baumgruppe integriert. Dort sollen weitere Klassenräume und eine Mensa Platz finden. Auch eine neue Einfeldsporthalle für den Sportunterricht ist geplant.

Über 200 Kinder werden in der neuen Schule lernen können

Die fahrtechnische Erschließung der Schule, also Stellplätze und Haltemöglichkeiten für den Bringe- und Abholverkehr, sollen über die Emil-Rosenow-Straße erfolgen. Die Abfahrt ist über die bestehende Zufahrt Reichsstraße geplant. Nach Fertigstellung der Sanierung bietet die Grundschule an der Weststraße Platz für 224 Schüler.