Schwacher CFC verliert verdient bei der Lok‘sche!

Die Himmelblauen sind den Messestädtern 1:2 unterlegen.

Chemnitz

Der Chemnitzer FC hat auch sein zweites Auswärtsspiel in der Spielzeit 2025/26 verloren. Gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig musste sich das Team von Duda mit 1:2 geschlagen geben. Für den weiterhin ungeschlagenen Tabellenzweiten trafen vor 5.665 Zuschauern im altehrwürdigen „Bruno-Plache-Stadion“ Arcalean und Maderer, für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte Tobias Müller. Adberrahmane - sein Pendant gegenüber – flog in der zweiten Halbzeit mit der roten Karte vom Platz. Für die Himmelblauen geht es am Samstag gegen Aufsteiger BFC Preussen weiter.

Alberico & Baumgart sowie Erlbeck fehlen

Die 2:4-Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg hat der Chemnitzer FC mit einer weiteren Verletzung bitter bezahlt. Neben Mittelfeldstratege Baumgart fällt nun auch Alberico wegen eines Außenbandrisses für mehrere Wochen aus. Für den 1:1-Torschützen rückte Grimaldi in die Startformation. Ansonsten nahm CFC-Cheftrainer Duda nur noch eine weitere Veränderung gegen den ungeschlagenen Tabellenzweiten vor. So fehlte Erlbeck kurzfristig aufgrund einer Erkältung, für den 32-Jährigen rückte Eppendorfer ins defensive Mittelfeld. Duda formulierte im Vorfeld: „Uns erwartet ein Gegner mit sehr viel Qualität, mit körperlicher Präsenz und sehr viel Wucht.“

Danke-Zicke-Choreografie im Gästeblock

Die 500 himmelblauen Schlachtenbummler, welche sich auf die Kurzstrecke nach Leipzig begaben, leiteten die Partie mit einer chicen Choreografie ein. Am Zaun war „Danke Zicke“ zu lesen und ein Bild von eben jenem Robert Zickert zu sehen. Dazu gab es ein himmelblau-weißes Fahnenmeer.

Auf dem Rasen dampfte die Lokomotive sofort zielstrebig los und ging nach zwei Minuten in Führung. Der amtierende Doublesieger legte entsprechend einen Traumstart hin. Die vergangenen drei Spiele - gegen die VSG Altglienicke, den ZFC Meuselwitz und Hertha Zehlendorf - gewann die Lok‘sche minimalistisch mit 1:0.

Bitterböser Stellungsfehler - 0:1 nach zwei Minuten!

Einen langen Wilton-Ball aus der gegnerischen Hälfte schätzten die CFC-Verteidiger Bochmann und Felix Müller, die im Laufe der ersten Halbzeit zudem noch nach Foulspiel die gelbe Karte kassierten, absolut falsch ein. Arcalean nutzte die frühe Gunst der Mittwochabendstunde und lupfte zum Führungstreffer ein. Für den Offenspieler war es das zweite Saisontor. Das Powerplay der blau-gelben Platzbesitzer ging unverzüglich weiter: Adetula, Adberrahmane und Torschütze Arcalean sowie Maderer gaben die nächsten Warnschüsse ab. Immerhin war Adamczyk auf dem Posten und verhinderte einen höheren Rückstand nach zehn Minuten.

Bozic vergibt Ausgleich, Lok verpasst 2:0 vor der Pause

Die Himmelblauen hatten anschließend zwei Chancen, die Vorlage lieferte jeweils Ekui, zum Abschluss kam Bozic. Der erfahrene Stürmer köpfte einmal drüber, beim zweiten Versuch scheiterte er aus Nahdistanz an Lokomotive-Schlussmann Naumann. Seine Vorderleute nahmen dann das Tempo etwas heraus, kamen aber dennoch zu Möglichkeiten. So hatte Grözinger nach einem Freistoß aus aussichtsreicher Position eine, außerdem Adetula den nächsten guten Abschluss. Die Himmelblauen waren mit dem 0:1 zur Pause mehr als gut bedient.

Schneller Ausgleich, zweiter Rückstand

Duda wechselte einmal aus: Für den schwachen Damer kam Marx in die Partie. Für den Ausgleich sorgte in der 47. Minute nach Patzer in der FCL-Defensive Tobias Müller. Für den CFC-Kapitän war es bereits das zweite Saisontor. Die Lok‘sche reagierte wütend und mit zwei Schlenzern von Adetula. Aus dem zweiten resultierte ein Eckball und aus diesem die erneute Führung. In der 52. Minute köpfte Maderer wuchtig ein. Es wurde im weiten Rund wieder kurzzeitig laut und das Team von Trainer Seitz wollte sogleich den dritten Treffer erzielen, jedoch wussten sich die CFC-Kicker zu wehren - und mit Mergel und Rücker kamen zwei frische Kicker.

Kein CFC-Kapital aus Überzahl

Stockinger - bis dato mit zwei Vorlagen in dieser Saison - prüfte Mitte der zweiten Halbzeit Naumann nach einer schlitzohrig getretenen Ecke. Als die Schlussviertelstunde anbrach, merkte man beiden Teams das intensive und kräftezehrende Spiel deutlich an. In der 80. Minute rückte Schiedsrichter Marcel Riemer aus Eisenhüttenstadt in den Mittelpunkt, der das Foulspiel von Lok-Kapitän Adberrahmane an Bozic mit der roten Karte bewertete. Jedoch konnte der CFC aus der Überzahl kein Kapital schlagen, sich nicht einmal eine Chance erarbeiten. Unterm Strich geht die 1:2-Niederlage beim 1. FC Lokomotive in Ordnung. Die Himmelblauen rutschen auf den elften Platz ab.

Nächster Aufsteiger stellt sich vor

Eine Woche nach dem 1. FCM II gastiert mit dem BFC Preussen sogleich der zweite Aufsteiger im „eins-Stadion – An der Gellertstraße“ – und dieser ist mit sieben Punkten stabil in die Saison gestartet. Zuletzt konnte die BSG Chemie Leipzig mit 2:1 besiegt werden. Der Anstoß ertönt 14 Uhr. Der CFC erhofft sich 5.000 Zuschauer.

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