Schwachstelle Fenster

Expertentipp Zugang vor Einbrechern schützen

Geübte Ganoven benötigen oftmals nur wenige Sekunden, um ein Fenster ohne mechanische Sicherung aufzuhebeln - schon sind sie im Haus. Worauf man beim Einbruchschutz achten sollte, erklärt Christoph Ruoff vom Hersteller Wirus Fenster.

Da Einbrecher meist über dieselben Sicherheits-Schwachpunkte ins Haus gelangen, sollte man hier gezielt entgegenwirken. Dazu zählen im Erdgeschoss die Haustür, alle Fenster und Terrassentüren im Erdgeschoss, Balkontüren in den oberen Etagen sowie Fenster und Nebeneingangstüren im Souterrain oder Keller. Hier sollten jeweils Modelle zum Einsatz kommen, die entsprechend der genormten Widerstandsklassen geprüft und zertifiziert wurden.

Einbruchsicheres Fenster verhindern dabei den schnellen Zugang ins Haus. Kann der Einbrecher das Fenster nicht in wenigen Sekunden aufhebeln, sucht er meist das Weite, um nicht entdeckt zu werden. Die Fenstersicherung beginnt mit einem Verbundsicherheitsglas. Dessen Aufbau verhindert, dass von außen eine Öffnung zum Durchgreifen geschlagen werden kann. Zertifizierte Fenster sind gegen ein schnelles Aufhebeln geschützt, etwa mit Eck- oder Pilzkopfverriegelungen und Sicherheitsschließblechen aus hartem Stahl. Noch mehr Sicherheit bietet ein abschließbarer Fenstergriff. Ähnliche Anforderungen bestehen für Haustüren, und zwar von Stahl-Schwenkriegeln, die ein Aufhebeln verhindern, bis zur Schutzrosette, die das Türschloss vor dem Aufbohren schützt.

Wer neu baut, hat die beste Gelegenheit, von Beginn an einen wirksamen Einbruchschutz an Fenstern und Türen einzuplanen. Aber auch bei einem Austausch im Altbau ist es empfehlenswert, auf die Widerstandsklasse der Fenster Wert zu legen. So gehen Wärme- und Einbruchschutz Hand in Hand.