Lebensmittelbericht: "Schwarze Schafe bilden kleine Minderheit"

überwachung Mehr als 73.000 Inspektionsbesuche und 21.000 untersuchte Proben im Freistaat

Kommunale Behörden in Sachsen haben 2018 mehr als 73.000 Inspektionsbesuche bei Lebensmittelunternehmen durchgeführt. Relevante Mängel wurden dabei in rund 1.600 Betrieben festgestellt. Dies entspricht 4,5 Prozent der kontrollierten Betriebe und liegt geringfügig über dem Niveau des Vorjahres (3,7 Prozent). Das teilte Verbraucherschutzministerin Barbara Klepsch zur Vorstellung des "Jahresbericht - Amtliche Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung 2018" mit. "Dies zeigt einmal mehr, dass die überwiegende Mehrheit der Lebensmittelunternehmer und -unternehmen sich am geltenden Recht orientiert und die berüchtigten schwarzen Schafe hier im Freistaat eine kleine Minderheit bilden", sagte Verbraucherschutzministerin Barbara Klepsch.

21 Betriebsschließungen in 2018

Dennoch mussten auch im letzten Jahr aufgrund gravierender Hygienemängel 21 Betriebsschließungen sowie 36 Betriebsbeschränkungen ausgesprochen werden. Zudem haben die Behörden nach dem Ergebnis der Vor-Ort-Kontrollen in 157 Fällen ein Bußgeldverfahren und 18 Strafverfahren eingeleitet. Neben den Kontrollen vor Ort bildet die amtliche Probenahme die zweite Säule der Lebensmittelüberwachung.

Von den mehr als 21.000 amtlich entnommenen und an der Landesuntersuchungsanstalt untersuchten Proben wurde im Berichtsjahr 2018 rund jede sechste Probe beanstandet. Nach wie vor dominieren darunter die Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften. Der gesamte Bericht ist unter www.sms.sachsen.de/publikationen einsehbar.