Schwere Zeiten für den CFC

FUSSBALL Die Himmelblauen verlieren verdient beim BFC Dynamo.

Alle guten Dinge sind nicht immer drei: Nach der Spielverlegung von Sonntag auf Freitag im Februar sowie der anschließend wetterbedingten Absage konnte im dritten Anlauf das Spiel zwischen dem souveränen Ligaprimus Chemnitzer FC und dem BFC Dynamo stattfinden. Vor 911 Zuschauern - sowie 240 Einsatzkräften - im "Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark" siegte der Gastgeber, der aktuell auf dem 13. Platz steht und nur drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang hat, verdient mit 2:1. Mit zwei Treffern im ersten Durchgang wurden bereits im ersten Durchgang die Weichen für den dritten Heimsieg in Folge unter dem neuen Trainer Matthias Maucksch, der in der Winterpause den Traditionsverein übernahm, stellen.

Der Fall Frahn

Nicht mit von der Partie war Daniel Frahn. Der Top-Torjäger erhielt nach seinem Torjubel gegen die VSG Altglienicke, als er ein Shirt mit der Aufschrift "Support your local Hools" präsentierte, vom Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) eine Sperre auf unbestimmte Zeit. Die Begründung: "Zur Aufrechterhaltung eines geordneten Rechtswesens und der sportlichen Disziplin erachtete es das Sportgericht als dringend geboten, den Spieler Frahn vorläufig zu sperren", teilte der NOFV mit - und das weniger als 24 Stunden vor dem BFC-Anpfiff. Die CFC-Verantwortlichen wurden mit dieser Information konfrontiert, als diese bereits in Berlin weilten, und entschieden sich in Ansprache mit Frahn dafür, dass er den Abend bei seiner Familie in Potsdam - und nicht in der Öffentlichkeit im Stadion - verbringt.

Bozic als unauffälliger Alleinunterhalter

Aus diesem Grund musste Bozic ohne seinen kongenialen Partner im Sturm für Aufsehen sorgen. Jedoch gelang ihm das überhaupt nicht. CFC-Coach Bergner bot für Frahn Gesien auf und stellte Tobias Müller als - größtenteils hängende - zweite Spitze auf. Und er sollte die beiden besten himmelblauen Möglichkeiten im gesamten Spiel haben. In der ersten Halbzeit zog er aus 20 Metern via Volleyschuss ab; in der zweiten Halbzeit verzog er nach einem Grote-Eckball knapp. Jeweils ohne Torerfolg.

Desolater erster Durchgang

Für Campulka rückte außerdem Karsanidis in die Startformation, der aber - an der Seite von Grote - zu keinen Zeitpunkt auf das Spiel Einfluss nehmen konnte. Der BFC ging motiviert und aggressiv zu Werke. Lohn der Mühe: der Führungstreffer nach einer Viertelstunde. Schulz traf nach feiner Vorlage im zweiten Versuch gegen Jakubov. Der souveräne Spitzenreiter blieb im Anschluss - unter den Augen von Insolvenzverwalter Klaus Siemon - zahm und kassierte nach einstudierter Freistoßvariante noch vor dem Seitenwechsel durch Grundmann den zweiten Gegentreffer. Gesien und Grote hatten hinterher die Möglichkeit, den Anschlusstreffer vor der Pause zu erzielen, vergaben jedoch.

Grote mit Glück

Thomas Sobotzik, Vorstand für Sport und Finanzen, der sich seit dem Eklat vom Samstag dezent bedeckt verhält, gibt zur Pause zu Protokoll: "Unsere Mannschaft ist im Kopf nicht da" - und siehe da: Der zweite Durchgang begann für den Chemnitzer FC - unterstützt von 100 friedlichen Fans - mit einem Auftakt nach Maß: Grote flankte an Freund und Feind vorbei und erzielte damit seinen sechsten Saisontreffer, der Hoffnung schenkte. Der schnelle Anschluss verpuffte zügig in diesem intensiven Duell, sodass dem BFC Dynamo der dritte Heimdreier in Folge gelang. In der Schlussphase kam Winter-Neuzugang Pelle Hoppe, um die die Offensive zu verstärken; Nachwuchs-Kicker Erik Tallig wiederum war in Chemnitz geblieben, um sich auf seine Matheprüfung vorzubereiten.

BAK auf der Lauer

Für den Chemnitzer FC war es die dritte Niederlage in dieser Saison. Am kommenden Sonntag können sie es bei der erneuten Reise in die bundesrepublikanische Hauptstadt bessermachen. Im "Poststadion" treffen die Bergner-Schützlinge auf den Tabellenzweiten, den Berliner Athletik Klub 07. Dieser ist durch das 1:1-Unentschieden beim SV Babelsberg immerhin um einen Punkt herangerückt. Der Anpfiff zu dieser Partie ertönt um 13:30 Uhr.