Selbst ist die Frau: Das können Sie ohne Expertenrat erledigen

WENN IM HAUSHALT oder am Auto etwas kaputt geht, ist der erste Schritt meist der Anruf beim Fachmann. Auch wenn größere Erledigungen anstehen, bei denen viel Geld auf dem Spiel steht, ziehen viele einen Experten zurate. Dabei ist das gar nicht zwingend notwendig! Es gibt einige Situationen im Leben, in denen Sie getrost auf den Rat vom Experten verzichten und selbst aktiv werden können.

Reparaturen im Haushalt

Wenn im Haus Renovierungs- oder Reparaturarbeiten anfallen, müssen Sie dafür nicht zwingend einen Spezialisten beauftragen. Mit ein wenig handwerklichem Geschick und dem passenden Werkzeug können Sie viele Handgriffe selbst erledigen.
 
Tapezieren

Eine der Arbeiten, die Sie problemlos ohne eine Fachkraft übernehmen können, ist das Tapezieren der eigenen vier Wände. Sie müssen lediglich ein paar Dinge beachten, um Fehler zu vermeiden. Etwa darauf, dass die einzelnen Tapetenstücke richtig abgemessen und ohne Blasen oder Falten gerade an der Wand angebracht werden.
 
Der erste Schritt besteht also darin, die Wände, die Sie tapezieren wollen, genau auszumessen. Anschließend rechnen Sie die Flächenmaße zusammen, wobei Sie einige Extrameter für den Verschnitt einkalkulieren sollten. Bei großflächigen Mustern sollten Sie außerdem die Tür- und Fensterrahmen mit je einer Bahn dazurechnen.
 
Im zweiten Schritt entfernen Sie die alte Tapete durch das Aufbringen von Feuchtigkeit, via Sprühflasche oder ähnlichem, vollständig. Danach geht es daran, die neuen Tapetenbahnen nacheinander auf einem Tapeziertisch zuzuschneiden. Die Bahnen werden einzeln mit dem zuvor angerührten Kleister bestrichen und dann an der Wand angebracht. Eine Lotschnur dient als Hilfslinie, um die Tapete gerade anzukleben. Sind die Bahnen an der Wand, werden sie mit einer Bürste ausgestrichen, damit sich weder Leim- noch Luftblasen bilden.

Anstreichen

Wenn Ihre Wohnräume einen neuen Anstrich brauchen, können Sie das Projekt ebenfalls eigenständig angehen. Auch hier müssen Sie die Wände zunächst exakt ausmessen, um herauszufinden, wie groß die Fläche ist, die angestrichen werden soll. Dieser Wert und die Deckkraft der Farbe sind ausschlaggebend dafür, wie viel Farbe Sie benötigen.
 
Berechnen Sie die Menge großzügig und besorgen Sie genug Farbe, um gegebenenfalls einen zweiten Anstrich durchzuführen oder nachträglich Stellen auszubessern. Je kräftiger und dunkler die Farbe, desto eher ist ein zweiter Anstrich nötig. Sie können den gewünschten Farbton wahlweise im Baumarkt mischen lassen oder ihn selbst zusammenmischen.
 
Ist die Farbe vorhanden, werden die Wände freigeräumt. Entfernen Sie die Steckdosen- und Schalterblenden (Wichtig: Sicherung vorher ausschalten!). Bedecken Sie Boden und Möbel und Fußleisten mit Zeitungen oder einem Malervlies, Folie oder alten Decken gehen auch. Kleben Sie die Fenster- und Türrahmen sorgfältig mit Malerkrepp ab, damit keine Farbspritzer darauf landen.
 
Dann geht es an die Farbeimer: Beginnen Sie mit den Rändern und streichen Sie diese mit einer kleinen Farbrolle oder einem Pinsel. Für die große Wandfläche nehmen Sie eine große Farbrolle. Damit streichen Sie immer von oben nach unten. Nutzen Sie ein Abstreifgitter, damit nicht zu viel Farbe an der Wand landet und unschöne Spuren hinterlässt. Ziehen Sie das Malerkrepp ab, solange die Farbe noch feucht ist.

Fliesen austauschen

Im Badezimmer oder in anderen Räumen, in denen Fliesen verwendet wurden, kann es vorkommen, dass mit der Zeit einzelne Fliesen Risse bekommen. Die lassen sich in Eigenregie separat austauschen, sodass nicht gleich der ganze Raum erneuert werden muss.
 
Als erstes müssen Sie die Anschlussfugen rund um die kaputte Fliese ausfräsen und auskratzen. Wer keinen Fugenfräser zuhause hat, kann sich im Baumarkt einen ausleihen. Danach wird die Fliese mit einem Meißel herausgeschlagen. Wichtig: Auch die Verfugung und den Fliesenkleber lösen und erneuern. Dann kann schon die neue Fliese eingesetzt und neu verfugt werden.

Den Wasserhahn reparieren

Verkalkungen und poröse Dichtungen sind häufig die Ursache für tropfende Wasserhähne. Auch dieses Problem können Sie selbst beheben. Dafür müssen Sie zunächst das Wasser an den Eckventilen unter dem Waschbecken abdrehen und die Armaturengriffe entfernen.


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Das weitere Vorgehen hängt davon ab, ob der Wasserhahn ein Einhebelmischer oder eine Zweigriffarmatur ist. Bei einem Einhebelmischer müssen Sie die sogenannte Kartusche herausnehmen - das zentrale Stück einer Einhebel-Mischbatterie. Um an diese heranzukommen, montieren Sie die Kartuschenabdeckung ab.
 
Bei einer Zweigriffarmatur müssen Sie die Dichtungen herausnehmen. Dafür werden nach dem Abschrauben der Armaturengriffe die Ventile mit einem Schraubenschlüssel herausgedreht. An deren Unterseite befinden sich die Dichtungen.

Oft reicht es, die Kartusche beziehungsweise Dichtungen zu reinigen. Legen Sie die Kartusche für etwa 30 Minuten in ein Zitronensäure- oder Essigbad und spülen Sie sie anschließend mit warmem Wasser ab, ehe Sie sie wiedereinsetzen. 

Die Steuererklärung machen

Viele, die eine Steuererklärung machen müssen oder möchten, scheuen sich davor, das selbst zu erledigen. Dahinter steckt oft die Sorge, etwas falsch anzugeben und sich dadurch steuerliche Nachteile einzuhandeln. Inzwischen gibt es jedoch spezielle Programme, mit denen die Steuererklärung einfach wird. Sie geben den Verbrauchern sogar wertvolle Tipps, wie sie auch ohne Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein das Bestmögliche für sich herausholen können.
 
Wichtig ist es, die jeweils aktuelle Version zu nutzen, denn es gibt regelmäßig Änderungen im Steuersystem. Die neuesten Programme berücksichtigen diese, sodass keine Fehler oder Nachteile entstehen.
 
Grundsätzlich haben Sie verschiedene Möglichkeiten, mit einem Steuer-Programm zu arbeiten: Sie können es als Desktop-Programm durch eine CD oder einem Download auf Ihrem Computer installieren, mit einem Online-Programm die Steuererklärung im Webbrowser über eine entsprechende App von überall aus erledigen.

Je nachdem, für welches Steuer-Programm Sie sich entscheiden, können Sie unterschiedlich viele dieser Möglichkeiten nutzen. Die Auswahl hängt aber auch davon ab, wie komplex Ihr vorliegender Steuerfall ist. Zum Beispiel haben manche Anbieter besondere Programme für Selbstständige, Rentner und Pensionäre. Zusätzlich gibt es unterschiedliche Versionen für jedes Betriebssystem (Windows oder Mac).


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Wer muss eine Steuererklärung machen?

In folgenden Fällen sind Sie dazu verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben:

  • Sie hatten im betreffenden Jahr mehrere Abreitgeber.
  • Sie haben unversteuerte Einkünfte über 410 Euro bekommen (Rente, Honorare, Mieteinnahmen).
  • Sie haben einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen.
  • Sie haben Lohnersatzleistungen bezogen (Elterngeld, Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld).
  • Sie sind verheiratet und beide Partner sind in Steuerklasse IV eingetragen oder einer in Steuerklasse V.

Bei einer verpflichtenden Steuererklärung, die Sie selber machen, müssen Sie diese bis zum 31. Mai im folgenden Jahr abgeben.

Wenn Sie Ihre Steuererklärung freiwillig abgeben, haben Sie theoretisch vier Jahre Zeit dafür, bis zum 31. Dezember des vierten Jahres. Es ist aber besser, die Steuererklärung jedes Jahr zu machen, weil Sie dann die nötigen Unterlagen schneller zusammen haben.
 
Was können Sie von der Steuer absetzen?

Als Arbeitnehmer können Sie viele Aufwendungen von der Steuer absetzen und eine Rückerstattung vom Finanzamt erhalten - sofern Sie Ihre Möglichkeiten voll ausschöpfen. Hier ist ein Überblick darüber, was Sie steuerlich geltend machen können:

  • Werbungskosten: zum Beispiel Fahrtkosten zum Arbeitsplatz, Ausgaben für berufsbezogene Fortbildungen, Bewerbungskosten, Ausgaben für Dienstreisen, Kosten für einen berufsbedingten Umzug, die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer
  • Sonderausgaben: zum Beispiel Beiträge für verschiedene Versicherungen (Kranken- und Pflegeversicherung in voller Höhe, ansonsten anteilsmäßig unter anderem Haftpflicht- und Unfallversicherung, berufsbedingte Versicherungen), Beiträge zur Riester-Rente, Unterhaltszahlungen, Spenden und Kirchensteuer 
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen: zum Beispiel für eine Reinigungskraft, Gartenarbeiten oder den Winterdienst (insgesamt 20 Prozent aller Ausgaben, maximal 4.000 Euro pro Jahr)
  • Handwerkerleistungen: zum Beispiel für Renovierungsarbeiten im Haus (insgesamt 20 Prozent der Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten, maximal 1.200 Euro pro Jahr

Wenn Sie Kinder haben oder Ausgaben tätigen mussten, die in den Rahmen der sogenannten außergewöhnlichen Belastungen fallen, profitieren Sie von steuerlichen Vorteilen.
 
Seit dem Jahr 2017 gilt die sogenannte Belegvorhaltepflicht. Das heißt, Sie müssen Ihrer Steuererklärung keine Belege mehr beifügen, allerdings kann das Finanzamt diese einfordern. Nur, wenn Sie dann nachweisen können, dass Sie die Ausgaben auch wirklich getätigt haben, werden die Kosten für die Steuererklärung berücksichtigt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie alle Belege aufbewahren.

Wann lohnt sich der Aufwand?

Gerade für Arbeitnehmer, die keine Steuererklärung abgeben müssen, lohnt es sich in der Regel, eine Steuererklärung selber zu machen. Das liegt vor allem daran, dass das Finanzamt bei sämtlichen steuermindernden Ausgaben wie Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen oder außergewöhnliche Belastungen lediglich die pauschalen Sätze beziehungsweise Freibeträge abzieht.
 
Wenn Ihre individuellen Ausgaben höher sind, können Sie diese nur in einer Steuererklärung geltend machen. Deswegen lohnt sich eine Steuererklärung besonders in folgenden Fällen:

  • Wenn Sie sehr hohe Werbungskosten haben und den Werbungskostenpauschbetrag überschreiten.
  • Wenn Ihre außergewöhnlichen Belastungen besonders hoch sind.
  • Wenn Sie verheiratet sind und trotz sehr unterschiedlicher Einkommen die Steuerklassenkombination IV/IV gewählt haben.
  • Wenn Sie Ausgaben für haushaltsnahe Dienst- oder Handwerkerleistungen haben.
  • Wenn Sie eine Haushaltshilfe beschäftigen.

Eine eigene Webseite gestalten

Sie möchten ein eigenes Business starten oder einen privaten Blog betreiben? Dann darf eine eigene Webseite nicht fehlen. Dafür müssen Sie aber nicht unbedingt einen professionellen Webdesigner oder eine Agentur beauftragen. Es gibt gute Möglichkeiten, wie selbst Einsteiger ohne viel technisches Wissen eine Webseite gestalten können.


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So erstellen Sie Ihre eigene Webseite

Mit einem Homepage-Baukasten können Sie eine Webseite erstellen, ohne sich groß mit technischen Details herumzuplagen oder sich Programmierkenntnisse aneignen zu müssen. Normale Kenntnisse zur Internetanwendung reichen vollkommen aus.
 
Die Bedienung ist unkompliziert und erfolgt sehr intuitiv: Sie wählen aus Designvorlagen (sogenannte Templates) ein passendes Grunddesign aus und bestücken das nach und nach mit Ihren eigenen Texten und Bildern und allem, was sonst noch auf der Webseite zu finden sein soll. Das Ganze erfolgt überwiegend über Drag & Drop. Sie können die Inhalte im Bearbeitungsmodus jederzeit anpassen.
 
Außerdem können Sie Ihre Webseite mit Hilfe von Funktionserweiterungen (sogenannte Widgets) aufpeppen: Mit den Social-Media-Widgets können Sie eine Schnittstelle zu Ihren Accounts in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter integrieren. Dadurch können Besucher Ihrer Webseite die Inhalte leichter mit anderen teilen.
 
Andere Widgets ermöglichen es Ihnen beispielsweise, Bilder hochzuladen und Videos einzubinden. Falls Sie die Webseite für den Vertrieb im kleinen Rahmen nutzen möchten, können Sie mit einem Shop-Widget mit wenigen Klicks sogar einen Online-Shop einrichten.

Darauf müssen Sie achten

Es gibt eine große Auswahl an Anbietern für solche Homepage-Baukästen. Zu den bekanntesten zählen Jimdo, Wix, Webnode und WordPress. Auch wenn man heutzutage bei der Wahl eines Baukasten-Anbieters im Prinzip kein Risiko mehr eingeht, sollten Sie auf ein paar Dinge achten, ehe Sie sich endgültig entscheiden:

  • Kann ich den Baukasten kostenlos und unverbindlich testen?
  • Welche Art von Support wird angeboten (E-Mail, Telefon, Live-Chat etc.)?
  • Welche Preise stecken hinter den einzelnen Tarifen?
  • Sind die üblichen Funktionen (etwa Blog, SEO-Anpassung, ein Smartphone-freundliches Design und Passwortschutz) gegeben?
  • Kann ich eine bereits bestehende Domain weiterverwenden?

Das macht eine gute Webseite aus

Wenn Sie möglichst viele Besucher auf Ihre Webseite locken möchten, sollten Sie bei der Gestaltung einige wichtige Punkte berücksichtigen. Zunächst einmal müssen Sie die rechtlichen Aspekte einhalten: Gemäß §5 Telemediengesetz braucht Ihre Webseite ein Impressum, das bestimmte Angaben enthalten muss. Bei den Inhalten müssen Sie darauf achten, 

  • dass Sie klar erkennbare Meinungsäußerungen und keine Tatsachenbehauptungen posten,
  • dass Sie keine Links setzen, hinter denen rechtswidrige Inhalte stecken und 
  • dass Sie bei fremden Inhalten (Bilder, Videos, Texte etc.) die Urheber- und Nutzungsrechte einhalten und sich gegebenenfalls eine Erlaubnis vom Urheber anfragen. 

Dem Besucher muss innerhalb kürzester Zeit klar sein, worüber die Webseite handelt und warum es sich lohnt, sich durch die Inhalte zu klicken. Was auch sehr wichtig ist: ein übersichtliches Design mit einer einfachen Navigation und Seitenstruktur, damit sich jeder schnell zurechtfindet.
 
Die Texte sollten gut lesbar sein und das Interesse der Besucher wecken. Ein oft unterschätzter Punkt sind die Ladezeiten. Diese sollten unter drei Sekunden sein, da sonst die User abbrechen und sich lieber andere Webseiten anschauen. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihre Webseite einen seriösen Eindruck macht und jederzeit hält, was sie verspricht. Das gilt ganz besonders, wenn Sie einen Online-Shop betreiben möchten. Nicht zuletzt muss die Webseite einladend aussehen und attraktiv gestaltet sein, um bei anderen die Neugier zu wecken. 

Den Garten neu anlegen

Wenn Sie sich ein Haus gekauft haben oder Ihrem Garten eine neue Gestaltung verpassen möchten, sind Sie dabei nicht zwingend auf die Hilfe eines Landschaftsgärtners angewiesen. Sie müssen lediglich ein paar Dinge bei der Planung und Ausführung beachten.


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Tipps für die Planung

Vor allem Garten-Einsteiger wissen oft nicht, womit sie bei der Planung und Anlage ihres grünen Rückzugsortes beginnen sollen. Zunächst gilt es zu überlegen, wie Sie den Garten nutzen möchten: Soll es ein Rückzugsort zum Entspannen sein, ein draußen fortgeführter Wohnraum, als Spielareal für Kinder oder als naturnahes Biotop für Tiere und Pflanzen. Je nach Grundstücksgröße lassen sich diese Nutzungen natürlich auch gut kombinieren.

Im nächsten Schritt sollten Sie Ihre Ideen und Gestaltungswünsche der Nutzungsbereiche auf einer maßstabsgetreuen Skizze mit Garten und Haus festhalten. Dabei sollten Sie auch berücksichtigen, wo die Wege verlaufen sollen, an welchen Stellen Treppen benötigt werden und wo Sie fest definierte Wege mit Belag haben möchten. Davon ausgehend können Sie die Gestaltung der Bereiche weiter ausformulieren.

Bei der Planung sollten Sie neben der geplanten Nutzung und der Größe des Gartens weitere Variablen berücksichtigen:

  • die Geländebeschaffenheit, 
  • das lokale Klima, 
  • die Bodeneigenschaften, 
  • die Ausrichtung des Gartens und damit 
  • die Lichtverhältnisse in den verschiedenen Bereichen sowie
  • der spätere Pflegeaufwand. 

Bedenken Sie bei der Planung ebenfalls, ob es aufgrund der Platzverhältnisse sinnvoll ist, Bäume zu pflanzen, die später eine stattliche Größe erreichen werden. Die Lichtverhältnisse sind ebenfalls ein wesentlicher Faktor, wenn es um die Auswahl der Bepflanzung geht: Sie entscheiden, ob im Garten vor allem sonnenliebende Gehölz- und Staudenarten oder schattenverträgliche Pflanzen einen Platz finden.
 
Tipps für die Vorgehensweise

Beginnen Sie mit den groben Erdarbeiten, wie zum Beispiel das Gelände aufzuschütten oder abzugraben und einen Teich anzulegen. Danach erfolgt die Feinmodellierung für Wege, Terrasse, Rasen- und Pflanzflächen. Fundamente, etwa für Zaunpfosten, sollten Sie ebenfalls jetzt anlegen.
 
Danach bauen Sie die Beläge ein: Terrassenplatten, Pflaster für Gartenwege sowie Beet- und Wegeeinfassungen. Dazu gehen Sie am besten wie folgt vor:

  • Legen Sie die endgültige Lage des Weges fest und markieren Sie den Verlauf mit Stäben oder Schnüren. 
  • Entfernen Sie Grasnarben oder Mutterboden. Insgesamt wird dazu etwa 35 bis 40 Zentimeter tief gegraben.
  • Die Sohle wird dann nivelliert, sodass ein gleichmäßig tiefer Graben entsteht. Orientieren Sie sich dabei an der Oberkante des Geländes. Die Sohle wird geebnet und festgeklopft.
  • Anschließend bringen Sie die erste Lage ein: Sie dient der Drainage, sollte 20 Zentimeter hoch sein und besteht aus grobem Schüttgut (großkörniger Kies, Schotter oder Procter)
  • Glätten Sie die Schotterschicht so, dass ein Gefälle von etwa zwei bis drei Zentimetern pro Meter zur Seite entsteht. Komprimieren Sie die Schicht mit einem Stampfer oder Motorrüttler. 
  • Als nächstes setzen Sie die Steine für die Randeinfassung. 
  • Danach folgt die Mittelschicht: Dafür eignen sich Splitt oder mittelfeiner Kies am besten. Das Splitt- oder Kiesbett wird mindestens drei bis fünf Zentimeter aufgeschüttet und mit einer Abziehlehre oder einem geraden Brett gleichmäßig glattgestrichen. Die Höhe der Mittelschicht sollte penibel berechnet und eingehalten werden - und zwar von der zukünftigen Oberkante aus gedacht. Je genauer sie ausgerichtet ist, desto exakter liegen später die Pflastersteine oder Wegeplatten.
  • Nun werden die Platten oder Pflastersteine im geplanten Muster auf die Mittelschicht gelegt. Die Steine dürfen dabei nicht aneinanderstoßen, sondern müssen im Abstand von drei bis fünf Millimetern gesetzt werden.
  • Zu guter Letzt werden die Fugen verfüllt. Dafür gibt es spezielle Fugensande, die trocken auf das Pflaster gestreut und mit einem Besen eingekehrt werden. Erst dann wird gerüttelt. Nach dem Festklopfen der Steine muss meist nochmals Fugensand nachgestreut werden.

Sobald dieses "Grundgerüst" des Gartens steht, können Sie mit der Bepflanzung starten. Ganz zum Schluss säen Sie den Rasen oder verlegen einen Rollrasen. Es gibt viel zu tun, packen sie es an!