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Auch Synchronsprecher Tommy Morgenstern blickt positiv auf die diesjährige ShiroCo zurück. Instagram: @shiroco.official
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Volle Hallen, neue Freundschaften und bekannte Synchronsprecher. Die ShiroCo zeigt eindrucksvoll, wie groß die Anime Community geworden ist.
Vor wenigen Jahren galt Anime für viele noch als Nischenthema. Inzwischen zeigt sich ein anderes Bild. Volle Hallen, lange Schlangen vor den Autogrammständen und tausende Besuchende machten die 4. ShiroCo am Wochenende erneut zu einem der größten Treffpunkte der Szene in Sachsen. Dabei waren es nicht nur die Zahlen, die den Erfolg der Convention ausmachten. Vor allem die Atmosphäre zeigte, wie eng die Community inzwischen zusammengewachsen ist.
Nach Angaben der Veranstalter wurden an beiden Veranstaltungstagen rund 8000 bis 8100 Tickets verkauft. Damit konnte die ShiroCo im Vergleich zum Vorjahr noch einmal rund 300 bis 400 Besucher hinzugewinnen.
Besonders am Samstag war der Andrang deutlich spürbar. Bereits am Vormittag füllten sich die Stadthalle Chemnitz (BLICK.de berichtete) und das Carlowitz Congresscenter mit Cosplayern, Anime Fans und Manga Liebhabern. Viele nutzten den Tag, um gemeinsam die Convention zu erkunden oder sich erstmals kennenzulernen.
Zwischen den aufwendig gestalteten Cosplays entstanden überall Gespräche. Fremde Menschen kamen miteinander ins Gespräch, fotografierten sich gegenseitig oder tauschten Tipps für ihre Kostüme aus. Immer wieder entstanden neue Bekanntschaften, obwohl sich viele zuvor noch nie begegnet waren. Wer sich für Anime, Manga oder Cosplay begeistert, fand also schnell Anschluss.
Auch das vielseitige Programm trug zum Erfolg der Convention bei. Besuchende konnten unter anderem den Cosplay Wettbewerb verfolgen, Workshops besuchen, durch die Händlermeile schlendern oder in der Gaming Area verschiedene Spiele ausprobieren.
Hinzu kamen Artist Alley, Food Court und zahlreiche Bühnenprogrammpunkte, die an beiden Tagen für Unterhaltung sorgten. Wer nicht selbst vor Ort sein konnte, hatte die Möglichkeit, Teile des Programms über Twitch zu verfolgen.
Vor allem am Samstag bildeten sich lange Schlangen an den Autogrammständen. Dennoch nahmen sich die Synchronsprecher Zeit für Gespräche, Fotos und Autogramme. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, ihre Lieblingsstimmen einmal persönlich kennenzulernen. Am Sonntag entspannte sich die Situation etwas, wodurch längere Gespräche möglich wurden.
Nicht nur auf dem Veranstaltungsgelände selbst war die ShiroCo sichtbar. Auch in den sozialen Netzwerken begleiteten die Veranstalter das Wochenende mit zahlreichen Beiträgen und Einblicken. Auf Instagram wurden Eindrücke von der Convention geteilt und Inhalte der Besucher aufgegriffen. Nach dem Wochenende bedankte sich das Team außerdem für die erfolgreiche Veranstaltung.
Mit erneut gestiegenen Zahlen hat die ShiroCo gezeigt, dass Anime, Manga und Cosplay längst weit mehr als ein Nischenthema sind. Viele Personen kamen vor allem wegen der Gemeinschaft, der offenen Atmosphäre und der gemeinsamen Leidenschaft nach Chemnitz. Nach der erfolgreichen vierten Ausgabe richtet sich der Blick bereits nach vorn, denn die nächste ShiroCo findet am 4. und 5. September 2027 erneut in Chemnitz statt.
Auch Synchronsprecher Tommy Morgenstern blickt positiv auf die diesjährige ShiroCo zurück. Einen konkreten Grund dafür, warum sich die Veranstaltung für ihn noch besser angefühlt habe als im Vorjahr, könne er zwar nicht nennen. Insgesamt habe er die Atmosphäre aber als noch angenehmer empfunden.
„Es war einfach richtig gut“, verrät Morgenstern. Vielleicht hätten auch die angenehmeren Temperaturen oder bessere Bedingungen in den Hallen dazu beigetragen. „Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag. Aber insgesamt hat es sich einfach besser angefühlt.“
Vor allem am Samstag bildeten sich vor den Autogrammtischen lange Schlangen. Trotzdem nahm sich Tommy Morgenstern für jede Person Zeit. „Das ist meine Aufgabe“, erklärt er. Viele Fans nähmen eine weite Anreise und lange Wartezeiten in Kauf. Deshalb sei es ihm wichtig, dass jeder die Convention mit einem guten Gefühl verlasse. Auch wenn für ausführliche Gespräche oft nur wenige Minuten blieben, versuche er jedem ausreichend Aufmerksamkeit zu schenken.
Besonders freue sich Tommy Morgenstern darüber, bekannte Gesichter auf verschiedenen Conventions wiederzusehen. Zwar könne er sich nicht an alle Fans erinnern, manche erkenne er jedoch sofort wieder.
Wenn bekannte Gesichter wieder auftauchen, freut mich das immer.
Für ihn sei das keine Selbstverständlichkeit, sondern vielmehr eine Form der Wertschätzung.
Auch wenn Fans die unterschiedlichsten Erinnerungsstücke zum Signieren mitbringen, beeindrucken Tommy Morgenstern vor allem selbst gestaltete Geschenke: „Zeichnungen oder Dinge, die jemand selbst gemacht hat, sind immer etwas Besonderes.“
Ob Tommy Morgenstern im kommenden Jahr erneut zur ShiroCo nach Chemnitz kommt, steht noch nicht fest. Sollte eine Einladung folgen, müsste er allerdings nicht lange überlegen.
Auf jeden Fall!
Auch beim Thema Künstliche Intelligenz findet Tommy Morgenstern klare Worte. Für ihn gehören echte Emotionen, Intuition und die feinen Zwischentöne untrennbar zum Synchronsprechen. „KI hat in der Synchronisation nichts zu suchen“, fasst er zusammen.
Zwar lasse sich die technische Entwicklung nicht aufhalten. Umso wichtiger seien aus seiner Sicht klare gesetzliche Regelungen, die Sprecher und ihre Stimmen besser schützen.
Auf die Frage, wie er die ShiroCo in nur drei Worte beschreiben würde, muss er nicht lange überlegen. Seine Antwort ist eindeutig: „Sehr, sehr gut.“
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