Sicheres Reisen - auch in der Luft

Projekt Forscher der TU Chemnitz entwickeln Computer, die Stress erkennen

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Fluglotsen an den Arbeitsplätzen der An - und Abflugkontrolle Frankfurt. Foto: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

Jeder will sicher an seinem Urlaubsziel ankommen. Dabei vertraut man vor allem auf die Flugzeug-Piloten. Doch auch die etwa 2.000 Fluglotsen in Deutschland sorgen für einen reibungslosen Ablauf - sie koordinieren sämtliche Flugzeuge in der Luft. Eine sehr belastende und verantwortungsvolle Aufgabe. Doch wie weiß man, wann die Fluglotsen ein Pause oder Unterstützung brauchen?

Der Computer muss erst lernen, was Stress ist

Forscher der TU Chemnitz haben sich am Kompetenzzentrum "Virtual Humans" eine mögliche Lösung überlegt. Das Projekt "MACeLot" will einen Computer entwickeln, der das Stressniveau der Fluglotsen zuverlässig misst. "Steht beispielsweise ein Fluglotse zu stark unter Stress, soll das Assistenzsystem eine Warnung an den diensthabenden Supervisor senden", erläutert Projektleiter Prof. Dr. Guido Brunnett. Dieser kann die Person dann entsprechend entlasten, sodass weniger Fehler passieren.

Doch wie soll ein Computer emotionale Belastung erkennen? Dazu ermitteln Psychologen und Informatiker beispielsweise die Hautleitfähigkeit, die bei Stress ansteigt oder Körperhaltung und Sprache. Mit diesen gewonnen Informationen füttern sie den Computer, der so lernt, was Stress ist.

Bundesregierung unterstützt "MACeLot"

Das Kompetenzzentrum "Virtual Humans" arbeitet seit 2011 an verschiedensten interdisziplinären Themen, wie Mensch-Maschinen-Interaktionen und an digitalen Menschmodellen. Das Projekt "MACeLot" wird von der Bundesregierung mit 1,7 Millionen Euro gefördert.