Sicherheitskonzept für Unterkünfte

Asyl Einheitliche Mindeststandards beschlossen

In einem Sicherheitsrahmenkonzept hat das Innenministerium diese Woche einheitliche Mindeststandards für Erstaufnahmeeinrichtungen im Freistaat Sachsen definiert. Bislang wurden diese Kriterien für jedes Objekt individuell erarbeitet. Das Eckpunktepapier wird in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes gelten. Künftig können sich auch die Kommunen bei eigenen Unterbringungseinrichtungen daran orientieren, eine Verpflichtung dazu besteht jedoch nicht.

"Ziel des Konzeptes ist die Erhöhung der Sicherheit für die Bewohner und das Personal. Staatliche als auch nichtstaatliche Organisationen werden damit in die Lage versetzt, potenzielle Gefahren besser zu erkennen sowie bei möglichen Störungen angemessen zu reagieren", heißt es aus dem Lenkungsausschuss Asyl, der diese Woche die Einführung des Sicherheitsrahmenkonzeptes beschlossen hat.

Durch vorgedachte Einsatzszenarien - wie etwa Brandausbruch oder Bombendrohung - werde das Zusammenwirken der beteiligten Stellen optimiert und gemeinsame Handlungssicherheit geschaffen. Im Einzelnen regelt das Rahmenkonzept unter anderem auch die Kriterien zur Auswahl und Belegung von Unterbringungsobjekten, den Umfang von Sicherungsmaßnahmen in Aufnahmeeinrichtungen, Maßnahmen zur Konfliktvermeidung sowie Anforderungen an den Betreiber und den Wachschutz.