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Sie bringt seit vielen Jahren neues Leben auf die Welt

jubiläum Anett Schmid begeht 20-jähriges Jubiläum des Geburtshauses

Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine große Altbauwohnung auf dem Kaßberg: Dielenboden, weiße Holztüren, unzählige Kinderfotos an den Wänden. Von einem langen Flur aus gehen mehrere Zimmer ab, die gemütlich gestaltet sind - in zwei von ihnen kommt regelmäßig neues Leben auf die Welt. Vor 20 Jahren öffnete das erste und bis heute einzige Geburtshaus der Stadt seine Türen, damals noch auf der Göbelstraße 5. "Es war ein feierlicher Tag mit Trommelmusik und Geschenken. Ich hielt die Eröffnungsrede", erinnerte sich Annett Schmid im Frühjahr. Die Hebamme ist das letzte Gründungsmitglied, das heute noch aktiv vor Ort tätig ist und hat selbst vier Kinder. "Manche sagen, das Geburtshaus sei mein fünftes Kind", so Schmid. Die Arbeit als Hebamme sei ihre Erfüllung, sagt sie. Es sei ein Privileg, Eltern bei der Geburt zu begleiten und neues Leben begrüßen zu können. Im Geburtshaus wird dabei viel Wert auf Ruhe und Geduld gelegt.

Feierlichkeiten mussten abgesagt werden

Über 1300 Babys erblickten seit dem Jahr 2000 im Geburtshaus Chemnitz das Licht der Welt. Dazu kommen Hausgeburten, die von den Geburtshaus-Hebammen begleitet, aber nicht gezählt werden. Eine Wäscheleine mit 500 Söckchen, die vor Jahren zur 500. Geburt entstand, wurde zum Jubiläum im Frühjahr an der Weststraße aufgehängt und stand symbolisch für das Jubiläum. Eigentlich war ein Festakt mit zwei Künstlern eines Improvisationstheaters geplant, das aufgrund der Corona-Beschränkungen abgesagt werden musste. Doch 200 Luftballons, stellvertretend für 20 Jahre Geburtshaus, konnten in den Himmel steigen.