"Sieben Geister" das letzte Mal im Schauspielhaus

Kultur Finale Aufführung des Gewinnerstückes des Chemnitzer Theaterpreises

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Foto:aerogondo/Getty Images/iStockphoto

Im Schauspielhaus ist am 20. März um 20 Uhr zum letzten Mal das Stück "Sieben Geister" zu sehen. Das Familiendrama von Sören Hornung ist das Gewinnerstück des Chemnitzer Theaterpreises für junge Dramatik 2018.

Die Geschichte beginnt mit der Beerdigung einer Großmutter. Doch statt Trauer und Ruhe finden am Grab Provokationen und Wut statt. "Bereits der Szeneneinstieg ist damit sehr spannend. Hornung schafft starke Situationen, die den Zuschauer sofort in den Konflikt hineinziehen", erläutert René Schmidt, Schauspiel-Dramaturg der Theater Chemnitz, der zur fünfköpfigen Jury des Theaterpreises gehört.

Eine geschichtliche Reise über die Generationen hinweg

"Sieben Geister" spannt anhand dreier Generationen einen Bogen von 1945 bis heute. Es erzählt aus der Perspektive einer Familie vom Erbe sprachloser Geschichte, vom haltlosen Leben ohne Erfahrung. Seine genau gezeichneten Figuren - allesamt Erben des Unglücks - sind in Gefahr zu verblassen oder auf die falschen Feinde loszugehen. "Erst die Enkelgeneration revoltiert, zunächst mit Selbstzerstörung, dann mit der konkreten Frage nach der Ursache der familiären Aggressivität und Lethargie.

Und sie holt die Leichen aus dem Keller, stellt vehement die Altvorderen in Frage", so die Theater Chemnitz. Auf der Bühne zu sehen sind die Schauspieler Magda Decker, Ulrike Euen, Christian Ruth und Horst Damm. Die Rolle der Erzählerin übernimmt Christine Grabsch.