Siebtklässler lernen Leben retten

Gesundheit Fortbildung für Lehrer in den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz

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Im Bild von links: Christiane Vogel und Indira Goldschmidt von der Oberschule Schönau, Ilona Ritschard-Schmidt, Auszubildende Zeisigwaldklinik Bethanien Chemnitz, Andrea Harlaß von der Saxony International School in Glauchau und Andreas Müller von der Georg Weerth Schule. Foto: Toni Söll

Ein Mensch erleidet einen Unfall und muss bis zum Eintreffen professioneller medizinischer Hilfe wiederbelebt werden. Wie gut und wichtig ist es dann, wenn sich schnell jemand findet, der über entsprechende Reanimationskenntnisse verfügt. Nach dem Willen der Kultusminister der Länder soll das Thema Wiederbelebung als fester Bestandteil des Unterrichts ab der 7. Klasse verankert werden.

In den Chemnitzer Zeisigwaldkliniken Bethanien gab es vergangenen Mittwoch eine Reanimationsschulung für Lehrer. Diese gehörten damit zu den ersten Teilnehmern des Fortbildungsprojekts "Schüler retten Leben". Die Pädagogen lernten, die lebensrettenden Maßnahmen richtig anzuwenden. Zur Schulung gehörte eine theoretische Einweisung und praktische Übungen nach dem "Prüfen-Rufen-Drücken-Prinzip" - also ohne Beatmung.

Das Erlernte können die Teilnehmer an ihre Schüler weitergeben und so den Kreis an potentiellen Helfern inner- und außerhalb der Schule deutlich vergrößern. Die Maßnahme beruht auf einem Konzept, welches das sächsische Kultusministerium, die Landesärztekammer und das Universitätsklinikum Dresden erarbeiteten.

Sören Weber ist Oberarzt im Bethanien-Krankenhaus und leitet die zweistündige Fortbildung. Er erläutert den Zweck der Schulung: "Ziel ist es, den Lehrern zu vermitteln, dass die Basismaßnahmen jeder machen kann. Gleichzeitig möchten wir Vorbehalte oder Ängste nehmen, denn man kann nichts falsch oder schlimmer machen - außer, man tut nichts".