SMAC: "Wir spielen in der Oberliga"

Vorschau Staatliches Museum für Archäologie zeigt im Frühjahr archäologische Schätze aus Vietnam

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Jutta Boehme mit dem neuen Katalog über Vietnam der in diesem jahr eine große Rolle spielen wird. Foto: Andreas Seidel

Schlecht gelaunt will Sabine Wolfram, Direktorin des Staatlichen Museums für Archäologie smac, nicht sein: Zufrieden sei sie mit der erreichten Zahl von 58.000 Besuchern im Jahr 2016. Später verbessert sie sich auf: "Sehr zufrieden." Um die 60.000 Gäste pro Jahr, das sei auch ihr Ziel für 2017: "Damit spielen wir in der Oberliga der deutschen Museen mit", sagt Wolfram.

Erreicht werden soll das auch mit zwei Sonderausstellungen. Die erste startet am 31. März. "Schätze der Archäologie Vietnams" werden dann bis zum 20. August gezeigt. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit zwei westdeutschen Museen, Chemnitz ist die einzige Station im Osten Deutschlands. Die Schau umfasst einen beinahe unübersehbaren Zeitraum: von 30.000 vor Christus bis ins 18. Jahrhundert.

Stücke aus zwei Weltkulturerbestätten - der hinduistischen Tempelstadt My Son im vietnamesischen Dschungel und dem Kaiserpalast Thang Long im heutigen Hanoi - sind ebenso zu sehen wie das Bootsgrab von Viet Khe mit über 100 Grabbeigaben überwiegend aus Bronze. Viele der Exponate stehen auf der vietnamesischen Liste nationaler Kulturschätze, nur die wenigsten waren bisher außerhalb Vietnams zu sehen.

Regionaler wird es dann im Herbst bei einer Sonderausstellung mit dem Arbeitstitel "Abschied und Erinnerung": Im ostsächsischen Niederkaina wird seit Jahrzehnten ein Gräberfeld erforscht, dass zwischen 1000 vor und 500 nach Christus genutzt wurde: "Wie geht man damit um, wenn man sich von Menschen verabschieden muss?" soll eine der Leitfragen der Schau werden.

Darüber hinaus bleiben Veranstalte wie "a wie aperitif", "Meet new friends" oder "Highlights der Archäologie" erhalten. Und um zusätzliche Besuchergruppen anzusprechen, investierte das Museum in Videoguides in Gebärdensprache, Rundgänge für Sehbehinderte und Blinde und Angebote in Leichter Sprache.