"Smart Sensors" erhöhen Sicherheit

Forschung Wissenschaftler entwickeln neue Technologie

Faserkunststoffverbunde gelten als Schlüsselwerkstoff für innovativen Leichtbau. Sie zeichnen sich sowohl durch ein geringes Gewicht als auch durch hohe Stabilität und eine leichte Verarbeitung aus. Allerdings sind Schäden in faserverstärkten Kunststoffen nicht immer sofort sichtbar. Dies birgt vor allem im Bereich Mobilität Risiken. Abhilfe schafft nun eine neue Technologie, die im Rahmen eines Verbundprojektes des Instituts für Strukturleichtbau und des Bundesexzellenzclusters MERGE entwickelt wurde. Die Wissenschaftler setzen bereits während der Bauteilfertigung sogenannte "Smart Sensors" ein.

Die Sensoren sorgen in Kombination mit einer entsprechenden Auswerteeinheit dafür, Schäden am Bauteil noch vor einem Komplett-Versagen zu erkennen. Die Funktionsweise dieser Technologie präsentieren die Forscher anhand eines Fahrrad-Oberrohr-Demonstrators vom 1. bis 5. April zur Hannover Messe. Das Oberrohr verbindet Sattel und Lenkstange eines sogenannten Pedelecs, einer Ausführung des Elektrofahrrades. Es ist ein wichtiges Bauteil bei der Belastungs- und Schadensdetektion. "Besonders aussichtsreich ist diese Sensor-Zusatzfunktion im Bereich Elektromobilität", erklärt Torsten Vogel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Strukturleichtbau. "Das größte Entwicklungspotenzial für integrierte Sensorik sehen Experten in der Zweirad-Mobilität. Auch die Anwendung in anderen vorwiegend crashbelasteten Strukturen, wie bspw. in Automobilen, ist für die Zukunft denkbar."