"Sommernachtstraum" als getanzter Reigen in Chemnitz

Ballett Ein Wald in einer Sommernacht

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Reiner Feistel bringt den "Sommernachtstraum" auf die Opernhausbühne. Foto: Theater/Dieter Wuschanski

Mit seinem Sommernachtstraum wusste William Shakespeare zu entführen. In eine blaue Stunde, eine warme Waldnacht, auf die Pfade zwischenmenschlicher Gefühle. In keiner anderen seiner Komödien meisterte er sein Spiel mit verstrickten Leidenschaften und das Wandeln zwischen den Welten seiner Figuren wie in diesem.

Was läge bei solch einem bunten Reigen zwischen Hochzeiten und märchenhaftem Gefolge näher, als ihn direkt zu tanzen? So reiht sich das Chemnitzer Ballett am heutigen Samstag ein in den Zug der Elfenkönige Oberon und Titania und zeigt um 19 Uhr die Premiere von "Ein Sommernachtstraum" im Opernhaus.

Inszenierung und Choreografie stammen dabei von Reiner Feistel, der den Shakespeareschen Stoff in einer ganz eigenen und frischen Version auf die Bühne bringen will. Die Musik stammt unter anderem von Felix Mendelssohn Bartholdy, der bereits 1842 eine Schauspielmusik zum Bühnenwerk komponierte, die vor allem durch den darin enthaltenen Hochzeitsmarsch zu weltweiter Berühmtheit gelangte. Die musikalische Leitung übernimmt Stefan Politzka.

Die Handlung ist, Shakespeare sei Dank, ebenso verwirrend wie ein Wald in einer Sommernacht: Während Theseus, Herzog von Athen, und Amazonenkönigin Hippolyta heiraten wollen, streiten sich Elfenkönig Oberon und Gattin Titania um das Sorgerecht eines Ziehkindes. Unterdes ist Edelmann Lysander in Hermia verliebt, deren Vater allerdings als Gatten Demetrius bevorzugt. Hermia wiederum will lieber Lysander. Und Hermias Freundin Helena liebt Demetrius. Vollends zum Chaos kommt es, als Elfendiener Puck mit Liebeszaubern um sich wirft und das ganze Beziehungsgeflecht noch einmal auf den Kopf stellt.

Weitere Vorführungen finden am Samstag, dem 11. und Freitag dem 24. März jeweils um 19 Uhr statt. Am Sonntag, dem 2. April tanzt Puck bereits um 15 Uhr.