Spartipps beim Shopping

Die Kaufkraft ist im Aufwind begriffen. In vielen Branchen in Sachsen steigen die Löhne und Renten und werden nach und nach dem West-Niveau angeglichen. Gegenüber dem Jahr 2018 haben die Deutschen 763 Euro mehr in der Tasche. Im bundesweiten Vergleich zieht Sachsen den Kürzeren und bildet bei der durchschnittlichen Kaufkraft pro Jahr das Schlusslicht.

Im Kreis Görlitz ist die Summe der jährlichen Nettoeinkünfte mit 18.721 Euro am niedrigsten. Die Chemnitzer können 21. 027 Euro pro Jahr ausgeben. Die höchste Kaufkraft sachsenweit besitzt Dresden mit 21.622 Euro. Am wenigsten auf Schnäppchenkäufe angewiesen scheinen die Hamburger, deren Kaufkraft bei 26.079 Euro liegt. Mit 43 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt liegt Starnberg bei München, mit einem pro Kopf Nettoeinkommen von 34.098 Euro.

Ganz gleich, wie viel jedem Deutschen im Geldbeutel bleibt, niemand möchte unnötig Geld ausgeben. Daher sind Schnäppchenjäger ganzjährig unterwegs, um beim allwöchentlichen Großeinkauf oder beim Kauf von Mode und Accessoires bares Geld zu sparen.

Günstig Shoppen im Discounter

In Chemnitz werden täglich etwa 140 Supermärkte und Discounter aufgesucht. Dabei offenbart sich regelmäßig folgendes Phänomen: Eigentlich werden nur einige wenige Dinge gebraucht. Nach Verlassen des Marktes ist der Einkaufswagen gut gefüllt und das Portemonnaie entsprechend leichter.

Verbraucher sind nicht schwer zu beeinflussen. Bereits die Gestaltung der Regale stellt einen Anreiz dar, nur bestimmte und eher preisintensive Produkte zu kaufen. Mithilfe einfacher Tricks sollen wir zum Kaufen animiert werden. 

Die besten Spartipps für den Wocheneinkauf

Wer planlos in Supermärkte oder Kaufhäuser geht, gibt erfahrungsgemäß das meiste Geld aus. Daher sollte vor dem Einkauf feststehen, welche Produkte gebraucht werden. Alles Notwendige wird auf einen Einkaufszettel geschrieben. Wer sich im Supermarkt seines Vertrauens auskennt, kann die Liste so gestalten, dass die aufgelisteten Lebensmittel einem virtuellen Rundgang durch den Markt folgen. Es wird also beispielsweise mit dem Obst begonnen und mit den Getränken aufgehört.

Gezielt einkaufen lässt sich auch in eher unbekannten Märkten. Die Produkte werden nach den einzelnen Kategorien aufgelistet, also beispielsweise:

  • Obst und Gemüse
  • Fleisch und Wurst 
  • Milchprodukte 
  • Konserven Getränke

Damit kann in allen Geschäften zielgerichtet eingekauft werden und es wird vermieden, scheinbar ziellos durch die Gänge zu irren und dabei wahllos Spontankäufen zu erliegen.

Die preiswerten Angebote finden sich nicht am Anfang der Gänge, sondern eher im mittleren Bereich. Wühltische bieten zwar keinen schönen Anblick, dort verstecken sich aber oft die besten Schnäppchen. Die Aktionsware der letzten Woche ist meist nochmals deutlich billiger zu haben. Auch Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum in Kürze erreicht wird, ist häufig reduziert. Diese Ware ist ebenso gut und kann auch nach dem Ablaufdatum noch bedenkenlos verzehrt werden.

Bei größeren Anschaffungen in den Bereichen Haus und Garten bieten die Angebote der Supermärkte wahre Schnäppchen. Qualitätseinbußen müssen bei den angebotenen Computern, Mixern, Fahrrädern oder Rasenmähern meist nicht einkalkuliert werden. Die meisten Artikel werden Verbraucher-unabhängig getestet und für gut befunden.

Die Suche nach Markenprodukten kann teuer werden. Jeder Supermarkt besitzt eine Hausmarke mit einem umfassenden Sortiment. Der Inhalt ist meist nicht schlechter und auch optisch ähneln diese Produkte der Markenware. Da zu deren Vermarktung keine teuren Marketingstrategien notwendig sind, gibt es Produkte der Hausmarke deutlich günstiger zu kaufen.

Die Produkte auf Augenhöhe sehen verlockend aus? Aus gutem Grund, es sind meist die überteuerten Markenprodukte, die der Supermarkt bevorzugt verkaufen will, da er von hohen Gewinnmargen profitiert. Für Schnäppchenjäger viel interessanter ist die sogenannte Bück- und Streckware, nämlich die Produkte, die sich oben und unten in den Regalen verstecken.

Bares Geld sparen lässt sich beim Obst- und Gemüsekauf, wenn nur im Einkaufskorb landet, was gerade Saison hat. Exotische Früchte mit langer Transport- und Lagerdauer sind oft leider alles andere als Vitaminbomben. Heimisches Obst und Gemüse direkt vom Bauern ist in Bio-Qualität erhältlich, besitzt einen hohen Vitamin- und Nährstoffgehalt und ist weit günstiger zu bekommen, da für Lagerung und Logistik kaum Kosten anfallen.

Günstig einkaufen - aber wann?

Lebensmittel sollten nur einmal wöchentlich eingekauft werden. Mehrere kleinere Einkäufe suggerieren uns, dass wir eigentlich kaum Geld ausgegeben haben und ruhig nochmals zuschlagen können. Am Monatsende ist die Überraschung groß, wenn sich die vermeintlich kleinen Summen auf dem Konto wiederfinden.

Wer kurz vor Ladenschluss einkauft, ist gezwungen sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nur zu kaufen, was er wirklich braucht. Wer sich auf den Einkaufszettel konzentriert, ist weniger anfällig für Verlockungen. Ein positiver Nebeneffekt: In vielen sächsischen Märkten wird Obst und Gemüse vor der Schließung besonders günstig abgegeben. Brot und Backwaren kosten in den angeschlossenen Bäckereifilialen am Abend häufig nur noch die Hälfte.

Sparen beim Modeeinkauf

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Das Jahr hat vier Jahreszeiten. Dies trifft auch auf den Kleiderschrank zu. Kleidung wird nach Farben und Saison sortiert und dabei stellt man nicht selten fest, dass viele Jacken und Hosen nicht dem aktuellen Modetrend entsprechen. Der Modeeinkauf bietet enormes Sparpotenzial und sollte daher keinesfalls überstürzt werden. Bevor zugeschlagen wird, lohnt der Vergleich. Händler vor Ort haben hier häufig das Nachsehen. Große und vor allem seriöse Online-Shops bieten laufend Rabattaktionen. Wer im Sommer bereits daran denkt, einen neuen Wintermantel anzuschaffen, kann bis zu 70 Prozent des Preises einsparen.

Der Schlussverkauf in den Mode-Boutiquen und Kaufhäusern ist jedes Jahr voll mit tollen Schnäppchen. Ist man über die jeweiligen Saisonverkäufe gut informiert, lässt sich das ganze Jahr sparen. Wer sich im Dezember mit einem neuen Badeanzug eindeckt, wird diesen billig wie noch nie erstehen können.

Kleidungsstücke für ein spezielles Event anzuschaffen, ist meist pure Geldverschwendung. Beim Kauf sollte nicht explizit an die Hochzeit oder Taufe gedacht werden, sondern daran, ein Kleidungsstück zu kaufen, welches langfristig getragen werden kann. Kleidungsstücke, die nur einmal getragen werden, sollten anstatt gekauft besser ausgeliehen werden.

In jedem Kleiderschrank befinden sich Basic-Teile, die sich als Grundlage des Stylings für Alltag und Büro verwenden lassen. Diese können Frauen häufig viel günstiger in der Männerabteilung bekommen. T-Shirts sind weit billiger und entsprechen dem angesagten Oversized-Look.

75% statt 0815

Diese einfache Regel kann ebenfalls helfen, Geld beim Modeeinkauf einzusparen. Ganze 75 Prozent der Bekleidung bestehen aus Teilen in Weiß, Blau, Beige und Schwarz. Den restlichen Teil machen Trendfarben und angesagte Muster aus. Wer sich bei Farben und Stilen eher klassisch orientiert, muss weniger häufig Mode nachkaufen und vermeidet Fehlkäufe.

Augen auf beim Schuhkauf

Schuhverkäufer drängen auf Absatz. Daher werden Kunden häufig den Satz zu hören bekommen: "Die Schuhe weiten sich noch beim Tragen." Dies funktioniert jedoch in 99,9 Prozent nicht und die Schuhe gelten als Fehlkauf. Wasser, Dehnungsspray und der Schuster können die Schuhe vielleicht noch retten, aber besser ist es, gleich die richtigen Schuhe zu kaufen.

Am besten sollte der Schuhkauf in die Abendstunden verlegt werden. Die Füße nehmen im Verlauf des Tages an Umfang zu. Das neue Paar Schuhe sollte daheim eingelaufen werden. Wer vor Ort kauft, muss die Schuhe dann eventuell zurückbringen. Wer online auf Chancen wartet, um Schuhe günstiger zu erwerben, hat danach die Option auf einen kostenlosen Rückversand. Hierbei kommt es aber konkret auf den Händler an. Wichtig ist, den Schuh nur drinnen einzulaufen. Dann bleibt die Sohle unversehrt und der Fehlkauf kann unversehrt zurückgehen.

Qualität zählt

Der Preis sollte nicht das einzige Kriterium bleiben. Vermeintliche Schnäppchen sind meist von verminderter Qualität. Wer drei billige T-Shirts kauft, wird vermutlich weniger Freude daran haben, als bei der Anschaffung eines hochpreislichen Kleidungsstückes, welches über Jahre getragen werden kann. In kleinen Boutiquen, die über Monate geschlossen hatten, können Verbraucher auf kompetente und freundliche Beratung hoffen. Volle Lager versprechen attraktive Rabatte.

Clever online kaufen

Das Internet lockt mit zahllosen Produkten zu scheinbar unschlagbaren Preisen. Im Gegenzug sind viele Verbraucher schlichtweg überfordert und verschwenden Unmengen Zeit, um sich wahllos durch die Angebote zu klicken.

Der Online-Kauf verlangt ein systematisches Vorgehen. Wer die passende Kategorie gewählt hat, kann die Auswahl bei den meisten Shops durch zusätzliche Filtermöglichkeiten dezimieren. So lassen sich neben der Größe oder dem Material auch Farbe und Preis voreinstellen. Damit schrumpft das Angebot auf eine überschaubare Zahl und auch der finanzielle Rahmen kann vorab festgelegt werden.

Bevor der Bezahlvorgang im Shop abgeschlossen wird, ist auf verfügbare Gutscheine und Rabattaktionen zu achten. Wird der entsprechende Code eingegeben, verringert sich die Kaufsumme. Ab einem bestimmten Mindestbestellwert erlassen viele Anbieter die Versandkosten.

Leihen statt kaufen

Übers Jahr fallen in Haus und Garten die vielfältigsten Arbeiten an. Wer das notwendige Gerät einzeln anschafft, wird schnell Hunderte Euros ausgegeben haben. Dinge, die nur einmalig genutzt werden, lassen sich ausleihen anstatt kaufen. Dies beginnt beim Häcksler für den Garten und endet beim Abendkleid für die Hochzeit der besten Freundin.