Spenden zum Jahresende

Tipps Verbraucherzentrale Sachsen rät zur Vorsicht

Der Spendenmarathon hat begonnen. Neben den großen Spendengalas im Fernsehen wird auch im Radio, in den Zeitungen, Zeitschriften, im Internet oder auch auf der Straße mit der Sammelbüchse eifrig um Spenden geworben.

Die Deutschen sind ein spendenwilliges Volk. Jährlich kommen Millionen Euro an Spenden zusammen und das schon seit Jahren. In Deutschland werden etwa drei bis fünf Milliarden Euro pro Jahr an rund 600.000 gemeinnützige Vereine und 15.000 Stiftungen gespendet.

Insbesondere in der Weihnachtszeit sitzt das Portmonee für milde Gaben bei den Deutschen locker. Ganz gleich, ob für die fliehenden Menschen in Syrien, die hungernden Menschen in der Sahelzone, die Angehörigen der in einer Textilfabrik verbrannten Menschen in Bangladesh oder Opfer von Flutkatastrophen: Für alle spenden wir gern.

Spendensammeln wurde auch leichter gemacht. In Sachsen wie auch in anderen Bundesländern müssen sie nicht mehr behördlich angemeldet und genehmigt werden. Trotzdem sollte man in Ruhe überlegen, bei wem und für was man spenden will.

Wer eine Organisation nicht kennt oder sich unsicher ist, kann sich beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen in Berlin Rat holen (www.dzi.de). Dort werden Organisationen nach Antragstellung auf den Prüfstand genommen. Dabei geht es um Transparenz, eindeutige Ziele und geringe Werbe- und Verwaltungsausgaben. Die Organisationen, die diese Prüfung bestehen, erhalten das sogenannte DZI-Spendensiegel.

Wem das Spenden auf der Straße zu heikel ist, kann sich auch von der entsprechenden Organisation einen Überweisungsträger geben lassen und die Spende auf diesem Weg der Institution zukommen lassen.

Bei Spendenwerbern per E-Mail sollte man sehr skeptisch sein. Hier wird empfohlen, sich die Homepage der Organisation genau anzusehen und auf ein ausführliches Impressum zu achten. Eine ordentliche Adresse, Telefonnummer und ergänzende Hinweise sind außerdem wichtig.

Vorsicht bei Fördermitgliedschaften: Dabei bindet man sich meist für einen längeren Zeitraum an die Organisation, und die Mitgliedschaft lässt sich, anders als bei Haustürgeschäften, meist auch nicht widerrufen.