Spitzenstimmung der regionalen Wirtschaft hält an

Konjunkturumfrage Geschäftsklimaindex springt auf neues Allzeithoch

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Laut Konjunkturumfrage machte die regionale Industrie den größten Sprung nach oben. Foto: Steffi Hofmann

Die Urteile zur aktuellen Wirtschaftslage fallen so gut wie noch nie aus. Die Geschäftserwartungen signalisieren anhaltendes Wachstum. Anzeichen eines Abschwungs seien derzeit nicht erkennbar. Das sind die zentralen Aussagen der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Chemnitz, an der sich 640 Unternehmen mit rund 25.500 Beschäftigten beteiligten. Die regionalen Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Industrie, Bau, Handel, Dienstleistungsgewerbe, sowie aus dem Güterverkehrsgewerbe wurden zur aktuellen Lage, zu den Geschäftsprognosen für die kommenden zwölf Monate und den Geschäftsrisiken befragt.

Prognosen verbreiten Optimismus

65 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Geschäfte mit "gut", nur 3 Prozent mit "schlecht". Die Geschäftsprognosen verbreiten weiterhin Optimismus. 23 Prozent rechnen mit besseren Geschäften, lediglich 8 Prozent mit einer Verschlechterung. Im Ergebnis springt der Geschäftsklimaindex, der gleichrangig die Einschätzungen zur aktuellen Lage sowie zu den Geschäftserwartungen abbildet, mit 137 Punkten auf ein neues Allzeithoch.

In allen betrachteten Wirtschaftszweigen fallen die Lageeinschätzungen deutlich positiver als im Vorjahr aus. Den größten Sprung nach oben macht die Industrie. Sowohl die Binnennachfrage als auch die Auslandsnachfrage führten zu einem starken Umsatzwachstum. Vom industriellen Wachstum profitieren insbesondere die unternehmensnahen Dienstleister, das Güterverkehrsgewerbe und Teile des Großhandels. Die weiterhin starke Binnennachfrage stützt die Entwicklung in den konsumnahen Branchen. So konnte der Einzelhandel ein deutliches Umsatzplus erzielen.

Fachkräftemangel wird zum Bremsklotz

Dank der hohen Auslastungen und der guten Nachfrage suchen die Unternehmen zusätzliches Personal. Allerdings entwickelt sich die Fachkräftesituation immer mehr zum Bremsklotz. Über die Hälfte der Befragten benennt den Mangel an Fachkräften als Geschäftsrisiko für die kommenden Monate. Als wirtschaftspolitische Ärgernisse nennen die Unternehmen steigende Dokumentations- und Nachweispflichten, die hohe Steuer- und Abgabenlast, mögliche Dieselfahrverbote und die kostenintensive Energiepolitik.