Sportlich aktiv - was soll in den Einkaufskorb?

Gesundheit Warnung vor Transfettsäuren

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Karola Krug vom Biomarkt (li.) und Ernährungsberaterin Christina Kummer mit frischen Kürbissen am Obst- und Gemüseregal. Foto: Steffi Hofmann

Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler - der Herbst kommt mit großen Schritten. Trotzdem wollen sich viele fit halten, gehen Laufen, ins Fitness-Studio oder Radfahren. Für das körperliche Wohlbefinden ist aber auch die richtige Ernährung wichtig. Was sollte in den "freizeitsportlichen" Einkaufskorb - und was sollte man meiden? BLICK-Redakteurin Steffi Hofmann hat sich mit Christina Kummer, Ernährungsberaterin/DGE der Reha-aktiv GmbH, und Karola Krug, Diätassistentin sowie Inhaberin des Knackfrisch-Biomarktes auf dem Kaßberg, zu einem Bummel getroffen.

Zu saisonalem Gemüse greifen

"Eigentlich klingt es ganz einfach", erklärt die Ernährungsberaterin, "Sportlich aktive Menschen müssen nicht viel anders einkaufen als jeder Mensch, der sich gesund ernährt!" Spezial-Riegel, Pillen oder Gels? Fehlanzeige! Christina Kummer: "Die Basis sollten immer Gemüse, Obst und Vollkornprodukte bilden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst täglich zu verzehren."

Im ersten Fokus unserer Ladenrunde im Knackfrisch-Biomarkt ist daher saisonales Obst und Gemüse aus der Region. "Jetzt beginnt die Saison der Kürbisse, von denen wir viele verschiedene Sorten aus regionalem Anbau im Angebot haben", sagt Biomarkt-Chefin Karola Krug. Das kalorienarme Gemüse bezieht sie aus Burgstädt und Ostrau. Ob Suppe, Chutney, Marmelade, süß-sauer-eingelegt im Glas oder gebacken im Ofen - der Kürbis ist ein vielfältiges und vor allem gesundes Gemüse.

Christina Kummer: "Er enthält Vitamine wie Beta-Carotin als Vorstufe vom Vitamin A, Mineralstoffe wie zum Beispiel Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen sowie sättigende Ballaststoffe."

Trinken nicht vergessen

Wer sich aber viel und gern bewegt, beansprucht seine Muskeln entsprechend. "Eiweißreiche Lebensmittel sind daher wichtig, um in Form zu bleiben", so Christina Kummer. Die Diplom-Trophologin rät: "Hierbei kann der Körper eine Kombination aus tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln besser verwerten, als wenn sie einzeln gegessen werden.

Kartoffeln und Quark oder Kartoffeln und Rührei sind zum Beispiel ein perfektes Gericht für aktive Menschen." Neben der abwechslungsreichen Ernährung sollten die Getränke nicht vergessen werden. Das Trinken spielt bei einer Belastung von mehr als 45 min eine wichtige Rolle. Alle 15 min sollte während der sportlichen Betätigungen etwa 200 ml Flüssigkeit aufzunehmen.

Transfettsäuren vermeiden

Isotonische Getränke sind im Breitensport nicht notwendig. Mineralwasser oder selbstgemischte Saftschorlen im Mischverhältnis 1:3 sind die bessere Wahl. Die größten Risikofaktoren in Sachen gesunde Ernährung sind laut Christina Kummer die sogenannten Transfettsäuren. "Das sind Fette mit hohem Verarbeitungsgrad, wie sie in Chips, Backwaren oder halt auch in Frittiertem stecken."

Hier sei die Verarbeitungsqualität zwar in den vergangenen Jahren besser geworden, aber "gesund" ist nach wie vor anders. Wer also fit und gesund in die sportliche Herbstsaison gehen möchte, sollte hier mit Bedacht den Einkaufskorb füllen.