"Sportliches Leben geht weiter"

Eiskunstlauf Savchenko bedauert Wegzug, aber bereut nichts

Nur ungern hat Aljona Savchenko elf Jahre Leben, Freunde und Wohnung in Chemnitz aufgegeben. Ihr Besuch am Montag in Chemnitz, wo sie für die Show "Emotions on Ice" warb, sei daher sehr emotional gewesen: "Die Gefühle schwankten zwischen Weinen und Lachen", beschrieb die zierliche Blondine, die von Chemnitz aus zusammen mit Robin Szolkowy die Welt des Eiskunstlaufs erobert hatte, ihren Gemütszustand.

Doch jetzt will die fünfmalige Paarlaufweltmeisterin vor allem nach vorn blicken. Gestern verkündete die Deutsche Eislauf-Union (DEU), dass die vom französischen Verband geforderte Ablöse von 30.000 Euro gezahlt wird. Der Deutsche Olympischen Sportbund und das Bundesinnenministerium greifen der DEU dafür unter die Arme. Allerdings werden auch die Sportler ihren Teil dazu breitragen müssen. Das Paar hat dazu bereits einen Spendenaufruf bei Facebook veröffentlicht. Kommendes Wochenende wollen Savchenko/Massot in Tallin in den Wettkampfbetrieb zurückkehren. Mitte Dezember werden sie an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen. Am 27. Dezember kommen sie zur Show "Emotionse on Ice" nach Chemnitz. "Das sportliche Leben geht weiter", betont Savchenko, "es ist schön, dass ich noch immer die Unterstützung der Chemnitzer spüre."